Mit Lichttherapie gegen den Winterblues

Am besten morgens

Lichttherapie kann gegen den sogenannten Winterblues helfen und die Stimmung verbessern. Die Anwendung entsprechender lichttherapeutischer Lampen braucht allerdings Disziplin.

09.12.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wirklich effektiv sind Therapieleuchten vor allem dann, wenn sie zu einem Zeitpunkt genutzt werden, an dem es draußen noch dunkel ist.

Wirklich effektiv sind Therapieleuchten vor allem dann, wenn sie zu einem Zeitpunkt genutzt werden, an dem es draußen noch dunkel ist. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Lichttherapeutische Lampen sollen helfen, die Stimmung zu verbessern. Der einleuchtende Hintergedanke: Zu viel Dunkelheit sorgt dafür, dass der Körper größere Mengen des „Schlaf-Hormons“ Melatonin ausschüttet. Eine mögliche Folge kann anhaltende Müdigkeit sein - also das, was man möglicherweise als „Winterblues“ empfindet.

Tageslichtdauer wird verlängert

Mit Hilfe des Lichts wird die Tageslichtdauer quasi künstlich verlängert. Die Ausschüttung von Melatonin soll damit am Morgen reduziert, Stimmung und Antrieb gleichzeitig besser werden.

Wer die Melatonin-Ausschüttung des Körpers mit Hilfe der Lampe effektiv beeinflussen möchte, darf sich aber nicht nach Lust und Laune irgendwann tagsüber davor setzen. Man sollte es idealerweise am frühen Morgen machen, erläutert der Psychiater Prof. Andreas Hillert, Chefarzt für Psychosomatik und Psychotherapie an der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee. Und zwar für mindestens eine halbe Stunde täglich, über mehrere Wochen hinweg.

Lichttherapie-Lampen bedenkenlos testen

Wer probieren möchte, ob sie helfen, kann lichttherapeutische Lampen bedenkenlos austesten. Sie gibt es in verschiedenen Preisklassen im Handel zu kaufen. Hillert sagt: „Das Nebenwirkungsrisiko ist gering.“ Man könne nicht viel falsch machen, schlimmstenfalls funktioniere es halt nicht.dpa

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