Neues Jahr, neues Ich

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um die guten Neujahrsvorsätze - und warum sie uns guttun.

29.12.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die guten Vorsätze. Jeder nimmt sich am Silvesterabend etwas vor. Warum die Vorsätze dann auch umsetzen sollte, weiß Leben-Redakteur Marc Bracht.

Die guten Vorsätze. Jeder nimmt sich am Silvesterabend etwas vor. Warum die Vorsätze dann auch umsetzen sollte, weiß Leben-Redakteur Marc Bracht. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

In diesem Jahr knallen die Korken am Silvesterabend wohl etwas leiser. Feuerwerk und Böller bleiben auch aus. Gut so. In Zeiten von überlasteten Krankenhäusern braucht kein Mediziner auch noch abgesprengte Finger, Verbrennungen und Co. Von der Belastung von Mutter Natur mal ganz abgesehen. Was beim diesjährigen Jahreswechsel sicher gleich bleibt, sind die guten Vorsätze. Kennt jeder, macht jeder - daran halten tut sich nur meist niemand. Sollte man aber.

Neujahrsvorsätze 2021: Von Rauchstopp bis Abnehmen

„Im kommenden Jahr werde ich mit dem Rauchen aufhören“, „Ich werde endlich mehr Sport machen und weniger Fast Food essen“, „Ich werde jetzt besser auf mein Geld achten“ - ja, diese und andere Sätze haben die meisten von uns schon mal ausgesprochen - oder zumindest von anderen gehört. Es sind in der Regel wirklich gute Ideen. Am Ende wird dann häufig aber doch nichts aus ihnen.

Wer „Neujahrsvorsätze“ in seine Suchmaschine eingibt, findet zahlreiche Beiträge darüber, warum die Vorsätze zum Scheitern verurteilt sind. „Gute Vorsätze sind nutzlose Versuche, in wissenschaftliche Gesetze einzugreifen. Ihr Ursprung ist pure Eitelkeit. Ihr Resultat ist gleich Null“, sagte schon Oscar Wilde. Ein Argument gegen die Vorsätze lautet: Sie sind einfach nicht verbindlich.

Wie man Neujahrvorsätze einhält

Laut einer DAK-Studie schaffen es nur 50 Prozent, ihre Neujahrsvorsätze einzuhalten. Wie können es die anderen 50 auch schaffen? Eine Möglichkeit wäre es, einen Vertrag mit seinem neuen Ich zu schließen. Also nicht zu sagen „Ich möchte Gewicht verlieren“, sondern „Bis zum Datum X möchte ich fünf Kilo abgenommen haben“.

Eine andere Möglichkeit ist es, sich ganz einfach kleinere Ziele zu setzen. Beim Sport also nicht sofort einen auf Profi zu machen, sondern kleine Etappenziele festlegen. Man muss nicht aus dem Stand einen Marathon laufen oder 150 Kilo auf der Bank drücken können. Stattdessen erst mal locker eine Viertelstunde joggen oder täglich fünf Liegestütze machen. Viele kleine Ziele bedeuten viele kleine Erfolge. Das steigert dann auch die Motivation.

Warum Neujahrsvorsätze gut sind

Neues Jahr, neues Ich. Wer sich von diesem Motto angesprochen fühlt, der möchte ganz bewusst gewisse Lebensumstände ändern. Und der Start eines neuen Jahres ist bestens dafür geeignet. Wer aktiv wird, ist auch besser gelaunt. Aus eigenem Antrieb etwas ändern zu wollen, wirkt sich nämlich positiv auf das Gemüt aus. Also: Einfach mal loslegen und dem Schweinehund einen Maulkorb verpassen.

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