Online-Shopping: So erkennen Sie Fakeshops

Plunder im Paket

Läden zu - was nu? Im Lockdown werden viele Menschen im Internet einkaufen - und dort auch mit größerer Wahrscheinlichkeit auf betrügerische Angebote stoßen. Worauf sollte man achten?

16.12.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Was ist das denn? Liegt Billigstware im bestellten Paket, ist die Enttäuschung groß.

Was ist das denn? Liegt Billigstware im bestellten Paket, ist die Enttäuschung groß. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Fakeshops sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Im Lockdown über Weihnachten und Neujahr mit vielen geschlossenen Geschäften dürften noch mehr Einkäufe als zuvor online abgewickelt werden. Verbraucher sollten allerdings genau hinschauen, wo sie im Web einkaufen, raten Experten.

Lieferung nur gegen Vorkasse

Eine Lieferung nur gegen Vorkasse ist beim Onlineshopping immer ein schlechter Deal. Denn dann hat im besten Fall der Händler das Geld, während man selbst erst einmal auf die Ware warten kann. Im schlechtesten Falle dagegen ist die Vorkasse bei einem Betrüger gelandet - und es wird nie etwas verschickt.

Aber auch, wer einen Bezahldienst gewählt hat und sich abgesichert glaubt, sollte genau hinschauen, raten die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz. Es gebe zahllose unseriöse Onlineshops, die billig und billigst produzierte Ware verschicken.

Fakeshops agieren aus dem Ausland

Diese Shops agierten in aller Regel aus dem Ausland und seien auch auf bekannten Onlinemarktplätzen aktiv. In jüngster Zeit nähmen die Beschwerden von Verbrauchern in diesem Bereich massiv zu, schildert die Verbraucherzentrale ihre Erfahrungen.

Kein Impressum auf der Website

Nach einem Impressum auf der Website suche man bei diesen schwarzen Schafen vergebens. Und wenn man dann erhaltene Ware zurückgeben möchte, gehe der Ärger los. Die Verbraucherzentrale rät daher dringend, vor einem Kauf immer nach dem verpflichtenden Impressum mit Firmennamen, geografischer Adresse und einer E-Mail-Adresse zu suchen und die Kontaktmöglichkeiten zu kontrollieren. Kein Impressum bedeute: keinesfalls etwas bestellen.

Rücksendekosten tragen

Oft gebe es zwar eine Rücksendeadresse, man wird aber auch gleich darauf hingewiesen, dass man die Rücksendekosten zu tragen hat. Eine andere Variante: Die unseriösen Shops raten bei Reklamationen direkt von einer Rücksendung ab und bieten an, einen Teil des Kaufpreises zurückzuerstatten - meist 10 bis 15 Prozent. Auf dem Restbetrag und der minderwertigen Ware bleiben die Kundinnen und Kunden dann sitzen.

AGB checken

Auch ein Blick auf die Nutzungsbedingungen oder in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) lohne sich. Denn dort ließen sich oftmals Hinweise auf einen ausländischen Firmensitz finden.

Fakeshop googlen

Zudem könne es sich lohnen, vor einer Bestellung den Shop-Namen in eine Suchmaschine einzugeben, raten die Experten. Dort fänden sich oft Hinweise von Betroffenen, falls der Shop bereits negativ aufgefallen ist.