Sind Gemüsechips wirklich gesünder?

Wahrheit oder Mythos?

Gemüsechips sind aus Linsen, Bohnen oder Roter Bete gemacht und haben auch gleich eine schönere Verpackung. Sie müssen also gesund sein. Oder?

28.08.2020, 08:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gesunder Snack für zwischendurch? Tatsächlich sind Gemüsechips sehr viel schlechter als ihr Ruf, warnen Verbraucherschützer.

Gesunder Snack für zwischendurch? Tatsächlich sind Gemüsechips sehr viel schlechter als ihr Ruf, warnen Verbraucherschützer. © Franziska Gabbert/dpa

Sie haben ein gesünderes Image und werben mit Aussagen wie „weniger Fett als Kartoffelchips“ und „mehr Eiweiß“: Gemüsechips sind trotzdem nicht gesünder als herkömmliches Knabbergebäck. Zu diesem Schluss kommt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach einem Nährwertcheck von 80 Gemüsechip-Produkten.

Gemüsechips vs. Kartoffelchips

Zum Vergleich: Kartoffelchips enthalten in der Regel über 530 Kilokalorien und 33 Gramm Fett pro 100 Gramm. Im Schnitt haben Gemüsechips aus Roter Bete, Süßkartoffel oder Pastinake mit 500 Kilokalorien und 32 Gramm Fett pro 100 Gramm kaum einen geringeren Energiegehalt.

Die Snackprodukte auf Basis von Linsen, Erbsen und Co. weisen im Vergleich zu herkömmlichen Chips mit durchschnittlich 16 Gramm Fett pro 100 Gramm und 440 Kilokalorien zumindest einen etwas geringeren Energiegehalt auf.

Gemüsechips: Hoher Salzanteil

Auch der Salzanteil ist bei Chips aus Kartoffeln oder Gemüse in etwa gleich hoch. Chips aus Hülsenfrüchten enthalten zwar mehr Eiweiß als die Vergleichsprodukte. Doch der insgesamt hohe Salzgehalt von im Schnitt 2,3 Gramm pro 100 Gramm hebt den positiven Effekt gleich wieder auf.

Verbrauchern sollten beim Kauf deshalb immer einen Blick auf die Nährwertangaben werfen - und sich nicht von Versprechen auf der Packung blenden lassen.

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dpa