So wirkt ein Saunagang auf den Körper

Schwitzen fürs Herz

Schlacken loswerden, die Haut reinigen: Wer in die Sauna geht, will sich etwas Gutes tun. Die hohen Temperaturen bergen aber auch Risiken.

27.12.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
So wirkt ein Saunagang auf den Körper

Wer gesund ist, kann problemlos in die Sauna gehen. © Christin Klose/dpa

Ein Saunabesuch ist für den Organismus eine Zumutung und trotzdem gesund. Darauf weist die „Apotheken Umschau“ (Ausgabe 12B/2019) hin. Zwar handele es sich bei der Idee, dass das Schwitzen entgiftend wirkt, um einen Mythos, doch ein anderer Effekt sei positiv: Die Hitze weitet die Blutgefäße und lässt das Herz schneller schlagen.

Der Blutdruck steigt zunächst an, sinkt aber nach Verlassen der Hitze unter den Anfangswert. Reinhard Ketelhut, Professor für Sportmedizin an der Humboldt-Universität, erklärt: „Saunieren wirkt sich auf das Herz-Kreislauf-System ähnlich aus wie moderater Sport.“ Der Effekt entspreche etwa der Leistung beim Treppensteigen.

Nicht für jeden Menschen ist ein Saunabesuch sinnvoll. Wer Bluthochdruck hat oder Herzkrankheiten solle zunächst mit seinem Arzt absprechen, ob ein Saunagang förderlich ist. Dies gilt auch für Diabetiker, denn durch die Hitze ist das zugeführte Insulin schneller verbraucht. Abgeraten wird von einem Saunabesuch bei akuten Infekten.

Wer körperlich gesund ist, der profitiert in der Regel von einem Saunabesuch. Es sei denn, er trinkt dabei Alkohol. Denn dann werden die Warnsignale des Körpers undeutlich und der Körper womöglich zu sehr belastet. In seltenen Fällen kann das sogar zum Tod führen.