Sommer, Sonne, Sitzmöbel

Kolumne

An dieser Stelle schreibt Redakteur Marc Bracht über seine Erfahrungen in den Bereichen Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um eine kleine Aufmerksamkeit mit großer Wirkung.

07.04.2020, 15:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Redakteur Marc Bracht kann endlich die Sonne genießen. Den Nachbarn sei Dank.

Redakteur Marc Bracht kann endlich die Sonne genießen. Den Nachbarn sei Dank. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

23 Grad Celsius, keine Wolke am Himmel. Das ist kein Traum, sondern wird langsam wieder Realität. Der April, dem ja gern nachgesagt wird, er wisse nicht so recht, was er will, zeigt sich in den letzten Tagen von seiner besten Seite. Auch wenn wir dazu angehalten sind, wegen der Corona-Krise zu Hause zu bleiben, wollte ich es mir nicht entgehen lassen, etwas Sonne zu tanken. Unsere Wohnung hat einen Garten. Die Voraussetzungen für ein kleines Sonnenbad schienen also zu stimmen. Nun ja, nicht ganz.

Gartenmöbel? Fehlanzeige!

Meine Partnerin und ich haben unser neues Domizil kurz nach dem Jahreswechsel bezogen. Trotz des Klimawandels, der schöne, weiße Winter in die Annalen der Geschichte eingehen lässt und dafür sorgt, dass kommende Generationen Schneemänner für Fabelwesen halten werden, entschieden wir uns damals, den Kauf von Gartenmöbeln erst einmal zu vertagen. Ein fataler Fehler. Denn ich musste das Sonnenbad in meiner Homeoffice-Mittagspause auf die Treppe zum Garten verlegen, nicht in den Garten selbst.

Warum die Sonne uns guttut

Dabei ist die Sonne so wichtig. Ja, sie tut der Seele gut. Ganz konkrete Auswirkungen auf unseren Organismus hat sie auch. Durch die Bestrahlung mit Sonne produziert der Körper Vitamin D, ein Vitamin, das für unser irdisches Dasein essenziell ist. Durch gezielte Behandlung mit UV-A- und UV-B Strahlen können die Symptome diverser Hautkrankheiten deutlich reduziert werden. Wie bei allem im Leben gilt natürlich: Immer in Maßen genießen. Mehr blieb mir ja eh nicht übrig. Die Treppe war nicht wirklich bequem genug, um länger auf ihr zu sitzen.

Nachbarschaftshilfe

Vorgestern änderte sich die Lage dann aber dramatisch. Man könnte fast sagen, ich strahle jetzt mit der Sonne um die Wette. Denn als ich da so auf der Treppe saß, sprach mich eine unserer Nachbarinnen, eine nette ältere Dame, an. „Hallo, könnt ihr eigentlich zwei Stühle für euren Garten gebrauchen?“, rief sie mir zu. Tatsächlich hatte sie mich schon öfter dort auf der Treppe sitzen sehen. Offenbar mit unglücklicher Miene. „Ich habe da noch zwei, die ich entsorgen wollte. Da ist nichts dran, aber sie sind blau. Und Blau ist ja überhaupt nicht mehr angesagt“, erklärte sie ihre Generosität.


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Ich nahm das Angebot an. Wenn auch nur als eine Übergangslösung. Wenige Stunden später standen zwei blaue Stühle und sogar ein kleiner blauer Beistelltisch bei uns im Garten. Nicht nur die Sonne wirkt sich positiv auf unser Gemüt aus. Auch Geschenke tun das. Und zwar in beide Richtungen. Einerseits ist der Beschenkte natürlich glücklich. Studien ergaben aber auch, dass es ebenfalls den Schenkenden glücklich macht. In Zeiten von Corona sind solche kleinen Aufmerksamkeiten doch besonders schön. So, ich bin jetzt in der Sonne.

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