Spielen Sie mal wieder

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es ums Spielen. Denn das ist gesund.

04.08.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spielen ist gesund: Das weiß Leben-Redakteur Marc Bracht nach der ein oder anderen Runde Rommé am Wochenende. Siegen spielt dabei keine Rolle. Das weiß er jetzt auch.

Spielen ist gesund: Das weiß Leben-Redakteur Marc Bracht nach der ein oder anderen Runde Rommé am Wochenende. Siegen spielt dabei keine Rolle. Das weiß er jetzt auch. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

„Man muss mit 40 rauskommen“, tönt es laut am Gartentisch, als ich meine Spielkarten auf den Tisch lege. Rommé ist angesagt. Mit der Familie. Und tatsächlich: Mit meiner Straße, die ich soeben gelegt habe, bleibe ich unter 40. Und nun wissen alle, was ich legen möchte. Ein Mitspieler legt dann aber doch die Karte, die mir fehlt. Ich klopfe, schnappe sie mir - und komme letztlich doch noch raus.

Spielen ist gesund

Für den Sieg reicht es am Ende dann doch nicht. Zu viele Punkte. Aber das ist nebensächlich. Denn auch, wenn man beim Spielen durchaus immer wieder lautstark flucht und sich ärgert - der Spaß überwiegt doch. Besonders in lauen Sommernächten. Kalte Getränke gehören auch dazu.

Doch Gesellschaftsspiele sind mehr als bloßer Zeitvertreib. Sie verbinden Menschen, trainieren die soziale Kompetenz und die grauen Zellen. Außerdem kann man den Alltag so für ein paar Stunden komplett ausblenden. Schließlich muss man sich für ein Spiel, ob Brett- oder Karten-, wirklich Zeit nehmen.

Glück im Spiel, Pech in der Liebe - oder wie war das?

„Spiel ist notwendig zur Führung eines menschlichen Lebens“, sagte schon Thomas von Aquin. Leider scheint es, als sähen das nicht alle so: Laut einer Umfrage von Statista spielen 14 Prozent der 14 bis 29 Jährigen, 16 Prozent der 30 bis 49 Jährigen und 27 Prozent der über 49 Jährigen überhaupt keine Gesellschaftsspiele.

Ich finde, Familien und Freundeskreise sollten regelmäßig gemeinsame Spieleabende in ihren Alltag integrieren. Mag sein, dass viele womöglich schlechte Verlierer sind, und sich deshalb davor drücken. Aber wenn man erst mal versteht, dass das Siegen nur eine Nebenrolle spielt, macht das Sprichwort „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“ plötzlich Sinn. Denn wenn man Zeit mit den Lieben verbringen darf, hat man ja eh schon gewonnen.

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