Teenager: Niedergeschlagenheit nicht immer auf Pubertät schieben

Pubertät

Bei Jugendlichen sind Stimmungsschwankungen normal. Und Corona sorgt zusätzlich für seelischen Ballast. Eltern sollten dennoch genau abwägen, ob es ernst ist, wenn das Kind sich verändert.

24.11.2020, 10:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wenn Eltern ein „schlechtes Bauchgefühl“ haben, sollten sie das Gespräch mit dem Nachwuchs suchen.

Wenn Eltern ein „schlechtes Bauchgefühl“ haben, sollten sie das Gespräch mit dem Nachwuchs suchen. © Nicolas Armer/dpa

Ist ein sonst lebhafter Teenager über mehrere Wochen gereizt, zurückgezogen, appetitlos und kann nicht mehr gut schlafen – dann sollten Eltern reagieren. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin. Dies können Anzeichen für ein psychisches Problem sein.

Verhalten verändert sich dauerhaft

Grund zur Sorge sei immer dann angebracht, wenn sich das Verhalten des Nachwuchses grundsätzlich und langfristig verändert. Kurzfristige Niedergeschlagenheit – gerade in Zeiten von Pandemie und Kontaktbeschränkungen – sei dagegen unbedenklich.

Der BVKJ rät Eltern, bei einem „schlechten Bauchgefühl“ mit ihren Kindern zu sprechen und sie zu fragen, wie es ihnen geht und ob Vater oder Mutter etwas für sie tun können.

Kinder- und Jugendarzt

Ein nächster Schritt könnte der Gang zu einem Kinder- und Jugendarzt sein. Dieser schätzt ein, ob es sich eventuell um eine Depression handelt und ob eine Behandlung durch einen Jugendpsychologen folgen sollte. (www.kinderaerzte-im-netz.de)

Weitere Tipps und Themen:

www.ruhrnachrichten.de/leben

dpa