Theo, back mir ein Bananenbrot

Kolumne

An dieser Stelle schreibt Redakteur Marc Bracht über seine Erfahrungen in den Bereichen Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um einen Food-Trend aus dem Netz.

01.04.2020, 14:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bananenbrot erobert aktuell die Sozialen Medien. Marc Bracht gab dem Trend einmal nach. Hat es gemundet?

Bananenbrot erobert aktuell die Sozialen Medien. Marc Bracht gab dem Trend einmal nach. Hat es gemundet? © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Wenn ich dieser Tage in meinen Instagram-Account schaue, werde ich regelrecht erschlagen. Einerseits von der Anzahl meiner Bekannten, die ebenfalls von zu Hause aus arbeiten - schöne Grüße an dieser Stelle. Andererseits davon, was sie aktuell mit ihrer Freizeit anstellen. Es scheint nämlich ganz so, als würde jeder - ja, wirklich jeder - entweder Netflix schauen oder Bananenbrot machen. Früher waren es Katzenbilder und -videos, die im Netz veröffentlicht wurden. Heute sind es Schnappschüsse von Bananenbroten. Low-Carb, vegan, zuckerfrei, gesund. Das soll schmecken?

Bananenbrot ist im Trend

Unter dem Hashtag #bananabread sind derzeit über 1,2 Millionen Fotos zu finden. Und der Großteil der Trend-Brote, die dort abgebildet sind, sehen einfach wie Nuss- oder Marmorkuchen aus. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin immer für kulinarische Experimente zu haben. Ich trinke meinen Kaffee z.B. seit einiger Zeit nur noch mit Hafermilch. Bilder davon sah ich bisher allerdings nicht im Netz. Ich musste den Bananenbrot-Trend ergründen. Kein Weg führte daran vorbei.

Was ist Bananenbrot?

Wo genau das Bananenbrot erfunden wurde, ist nicht geklärt. Fakt ist aber, dass es besonders in den USA und in Australien beliebt ist. In der klassischen Variante, es wurde 1933 zum ersten Mal in einem Kochbuch erwähnt, beinhaltet das Bananenbrot zerkleinerte Bananen, Weizenmehl, Zucker, Backpulver, Butter, Milch und Ei. Trendige Hobbybäcker der Neuzeit nehmen natürlich lieber Zutaten wie Soja oder Tofu und lassen Mehl und Zucker weg.

Ich bin dann mal backen

Ich gab also nach, heizte den Ofen auf 180 Grad vor und verrührte vier Bananen, drei Eier, einen Esslöffel Honig, zwei Esslöffel Kokosöl, 200 g gemahlene Mandeln, eine Prise grobes Meersalz und einen Teelöffel Backpulver. Den Teig füllte ich in eine Kastenform, die dann für 35 Minuten in den Ofen kam. Schnell roch es in der Küche ganz wunderbar. Aber würde das Bananenbrot auch wunderbar schmecken?

Mein Fazit: Ein Kuchen ohne Freude

Nach der Verköstigung wurde mir schnell klar, warum es Bananenbrot und nicht Bananenkuchen heißt. Es schmeckt einfach zu gesund, ist ein Kuchen ohne Freude. Käsekuchen, Erdbeertorte, Apfelstrudel mit Sahne - dieses Dreiergespann löst Freude aus. Mit jedem Bissen spürt man sie - und den Hüftumfang - wachsen. Übrigens: Auch als Brot taugt die Bananenvariante nicht sonderlich. Mit Fleisch- oder Leberwurst schmeckt sie furchtbar.

Doch Geschmäcker sind verschieden. Was meinen Sie?

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