Viele Zahncremes fallen im Test durch

Kein Fluorid

Die Stiftung Warentest hat Zahncremes untersucht. Das ist das Ergebnis.

23.09.2020, 09:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein neunjähriges Mädchen putzt sich ihre Zähne mit Zahncreme. Berliner Experten für Zahngesundheit erreichen durch Vorsorgebehandlungen mit Fluorid-Gel in Schulen knapp zwei Drittel der angesprochenen Kinder und Jugendlichen.

Ein neunjähriges Mädchen putzt sich ihre Zähne mit Zahncreme. Berliner Experten für Zahngesundheit erreichen durch Vorsorgebehandlungen mit Fluorid-Gel in Schulen knapp zwei Drittel der angesprochenen Kinder und Jugendlichen. © Patrick Pleul/dpa

Damit Zahncremes vor Karies schützen, müssen sie Fluorid enthalten. Doch in einer Untersuchung der Stiftung Warentest enthalten viele Pasten das Spurenelement nicht oder bei weitem nicht in ausreichender Menge - und fallen deshalb durch.

Zahncremes: Viele sind mangelhaft

Unterm Strich waren 8 von 21 Pasten wegen ihrer schlechten Kariesprophylaxe „mangelhaft“ (Zeitschrift „test“, Ausgabe 10/2020). Sieben Cremes bewerteten die Warentester mit „sehr gut“, fünf mit „gut“ und eine mit „befriedigend“.

Manche Zahncremes setzen auf alternative Inhaltsstoffe

Manche Cremes im Test setzen auf Kokosöl, Salbei oder Grünen Tee als Schutz gegen Karies - diese Wirkung sei aber noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt, heißt es in dem Testbericht.

Zahncremes müssen Fluorid enthalten

Auch der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dietmar Oesterreich, betont: „In der Zahnmedizin wird einhellig die Meinung vertreten, dass Fluorid ein Muss ist in Zahnpasten, wenn die Kariesprophylaxe im Fokus steht“.

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dpa