Wann Einlagen beim Joggen helfen können

Senkfuß bis Läuferknie

Der Schuh ist zu groß? Einfach eine Einlegesohle reinmachen, dann passt es schon, oder? Nein, sagt ein Experte. Es gibt aber andere gute Gründe für Einlagen.

29.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf die Passform kommt es an - nur wenn die Laufschuhe perfekt sitzen, macht das Joggen Spaß.

Auf die Passform kommt es an - nur wenn die Laufschuhe perfekt sitzen, macht das Joggen Spaß. © Zürich Gruppe/dpa/gms

Bei Beschwerden an den Füßen oder Beinen können Läuferinnen und Läufer mit Einlagen gegensteuern. „Dann macht es unter Umständen Sinn, sich einen leicht größeren Schuh zu kaufen und eine passende Einlage zu besorgen“, sagt der Orthopäde Patrik Reize. Wovon der Experte aber abrät: Normale Einlagen zu kaufen, weil ein Laufschuh nicht richtig passt. Dann sei es geschickter, einen wirklich gut sitzenden Schuh zu besorgen.

Einlagen beim Joggen: Wann sie helfen

In vielen Fällen können Einlagen aber helfen: Bei Senk- oder Spreizfüßen zum Beispiel oder bei Instabilitätsbeschwerden im Sprunggelenk. Die treffen vor allem Menschen, die schon häufiger umgeknickt sind. Auch bei X-Beinen nach Meniskusverletzungen, Schmerzen an der Knieaußenseite wegen einer Überlastung des Tractus (Läuferknie) oder Instabilitäten nach einem Kreuzbandriss könnten spezielle Einlegesohlen eine Option sein, zählt Reize auf.

Es geht um Dämpfung

„Es geht darum, eine Dämpfung für die Muskulatur zu haben“, erklärt der ärztliche Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Stuttgart. Hauptsächlich seien Einlagen aber dazu da, um Fußfehlbildungen oder verschiedene Beinlängen auszugleichen sowie Körperachsen zum Rumpf hin zu stabilisieren.

Fachhandel oder Orthopädietechniker?

Bei leichten Problemen gibt es ein gutes Angebot an Einlagen im Fachhandel. Ansonsten sollte man lieber zum Spezialisten gehen, rät Reize - also zum Orthopädietechniker.

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dpa