Warum Sport mit Schmerzmitteln keine gute Idee ist

Gesundheitsrisiko

Einfach eine Tablette einwerfen und dann geht es schon? Wer glaubt, Sport mit Schmerzmitteln sei kein Problem, täuscht sich. Mediziner warnen.

23.10.2020, 10:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch wenn man ohne Zipperlein vielleicht schneller läuft: Schmerztabletten vor dem Training einzuwerfen, kann gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen.

Auch wenn man ohne Zipperlein vielleicht schneller läuft: Schmerztabletten vor dem Training einzuwerfen, kann gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen. © Swen Pförtner/dpa

Sportmediziner warnen davor, Schmerzmittel prophylaktisch vor dem Training oder Wettkampf einzuwerfen. Die gefährliche Praxis sei vor allem im Nachwuchsbereich inzwischen in besorgniserregender Weise verbreitet, um einem Belastungsschmerz im Wettkampf vorzubeugen, teilt die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin mit.

Sport mit Schmerzmitteln: Wirkstoffe beeinflussen Stoffwechsel

Am häufigsten werden den Angaben nach sogenannte NSAR-Wirkstoffe eingesetzt, zu denen beispielsweise Ibuprofen zählt. Dabei drohen im Zusammenhang mit intensiver körperlicher Belastung jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken. Denn die Wirkstoffe greifen in die Stoffwechselprozesse ein.

Risiken von Sport mit Schmerzmitteln

So steigt die Gefahr von Magen-Darm-Beschwerden und Herzinfarkten, auch die Niere kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem erhöht sich das Risiko von sogenannten Ermüdungsbrüchen im Knochen. Viele Freizeit-Langstreckenläufer nehmen Schmerzmittel, berichtet die Fachgesellschaft unter Verweis auf Umfragen bei Marathons.

Das raten Experten

Die Experten betonen, dass Schmerzmittel nicht die Ursachen der Beschwerden bekämpfen. Diese entstünden oft durch ein Missverhältnis von Belastung und Belastungsfähigkeit des Sportlers.

Deshalb ist es wichtiger, das Training in solchen Fällen anzupassen. Wer Schmerzen beim Sport hat, sollte sie lieber nicht in Eigenregie therapieren, sondern medizinisch abklären lassen.

Weitere Gesundheitsipps unter:

www.ruhrnachrichten.de/leben

dpa