Warum Zutaten auf Lebensmittelpackungen fettgedruckt werden

Schon gewusst?

Auf Lebensmittelpackungen ist die Zutatenliste oft ellenlang - doch einzelne Zutaten springen einem schneller ins Auge. Dafür gibt es eine Erklärung.

29.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fett und/oder in Versalien gedruckt - manchmal sind sie auch extra unterstrichen. Warum springen Zutatenlisten eigentlich sofort ins Auge?

Fett und/oder in Versalien gedruckt - manchmal sind sie auch extra unterstrichen. Warum springen Zutatenlisten eigentlich sofort ins Auge? © Benjamin Nolte/dpa

Haben Sie sich auch schon mal gewundert, warum manchmal Zutaten auf Lebensmittelverpackungen unterstrichen oder fettgedruckt sind? Das ist kein Versehen beim Drucken, sondern muss so sein, wenn es sich um Lebensmittel handelt, die häufig Allergien und Unverträglichkeiten auslösen. Denn diese müssen für Verbraucher gut erkennbar sein, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Zutatenliste: Allergene müssen sofort erkennbar sein

Bei Lebensmitteln in Fertigpackungen sind deswegen die 14 häufigsten Allergene im Zutatenverzeichnis besonders zu kennzeichnen. Damit man Zutaten wie Erdnüsse, Sellerie, Milchprodukte (Laktose) oder Krebstiere auf einen Blick wahrnehmen kann, werden sie in der Regel fettgedruckt. Aber auch eine andere Schriftart wie Großbuchstaben oder eine andere Hintergrundfarbe sind bei diesen Angaben erlaubt.

Seit Ende 2014 sogar Pflicht

Seit Dezember 2014 ist es zudem verpflichtend, die Allergene auch bei unverpackten Lebensmitteln zu kennzeichnen. Das betreffe zum Beispiel Metzger, Bäcker oder die Gastronomie, so die Verbraucherschützer. Die Information könne schriftlich, elektronisch oder mündlich erfolgen. Bei einer mündlichen Auskunft müsse eine schriftliche Dokumentation auf Nachfrage aber einsehbar sein.

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dpa