Was der Blick ins Auge über unseren Körper verrät

Viele Hinweise

Der Augenarzt prüft, ob mit den Augen alles okay ist. Doch der Blick ins Auge gibt ihm auch Hinweise, dass es gesundheitlich an anderer Stelle Probleme gibt.

07.09.2020, 09:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei einer Untersuchung der Augen offenbaren sich mitunter auch andere Erkrankungen.

Bei einer Untersuchung der Augen offenbaren sich mitunter auch andere Erkrankungen. © picture alliance/dpa

Diabetes oder Bluthochdruck: Der Blick ins Auge gibt mitunter Hinweise auf bestimmte Krankheiten. Vielfach seien das Zufallsfunde und gewissermaßen Nebenprodukte der augenärztlichen Untersuchung, erklärt Ludger Wollring, Sprecher des Berufsverbandes der Augenärzte. Aber die Fachmediziner seien auch geschult darin, Auffälligkeiten wahrzunehmen, obwohl sie bei der Kontrolle nicht „gezielt“ nach Allgemeinerkrankungen schauen.

Blick ins Auge: Veränderungen der Blutgefäße

Wenn bei einer Untersuchung des Augenhintergrunds Veränderungen der Blutgefäße auffielen, die auf einen Diabetes, auf Bluthochdruck oder sonstige systemische Erkrankungen hinwiesen, dann werde dies dem Patienten mitgeteilt und ihm geraten, darüber auch mit dem Hausarzt zu sprechen, so Wollring.

Was die Hornhaut beim Blick ins Auge verrät

Der Blick auf die Hornhaut wiederum erlaubt nach Angaben des Fachverbandes zum Beispiel Rückschlüsse auf den Fettstoffwechsel und kann frühzeitige Hinweise auf einen Morbus Wilson geben. Die vererbte Stoffwechselstörung wird auch Kupferspeicherkrankheit genannt.

Die Blutgefäße der Netzhaut verraten einiges über den allgemeinen Gesundheitszustand des Menschen und können unter anderem Hinweise auf eine Zuckerkrankheit geben, während ein entzündeter Sehnerv ein frühes Symptom einer Multiplen Sklerose sein kann.

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dpa