Welche Käserinde ist essbar?

Mal mir Rand, mal ohne

Sind Sie sich immer sicher, bei welchen Sorten die Käserinde zum Verzehr geeignet ist? Ernährungsexperten klären Käseliebhaber auf.

16.10.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei Käsesorten mit einem Paraffin- oder Wachs-Überzug muss die Rinde abgeschnitten werden, bei Blauschimmelkäse dagegen nicht.

Bei Käsesorten mit einem Paraffin- oder Wachs-Überzug muss die Rinde abgeschnitten werden, bei Blauschimmelkäse dagegen nicht. © Christin Klose/dpa

Ob aus Bequemlichkeit, weil man die Rinde nicht extra abschneiden will, oder weil man nichts von edlen Käsestückchen verschenken mag: Es kommt immer wieder vor, dass Käsefreunde jeden Rand mitessen. Das ist keine gute Idee. Die Verbraucherzentrale Bayern sagt, bei welchem Käse das möglich ist und bei welchem nicht.

Wie Käserinde entsteht

Bei natürlich gereiftem Käse wie Parmesan entsteht die Rinde während der Reifung. Sie ist damit essbar. Dies gilt auch für Camembert oder Blauschimmelkäse. Die Oberfläche ist hier mit einem speziellen Kulturschimmel überzogen. Bei Rotschmierkäse wie Romadur sorgen spezielle Bakterienkulturen für das charakteristische Aroma. Auch diese Rinde kann mitgegessen werden.

Wer auf die Käserinde verzichten sollte

Allerdings gilt auch: „Immungeschwächte Personen und Schwangere sollten vorsichtshalber keine Käserinde essen. Auf der Oberfläche können sich auch unerwünschte Bakterien und Schimmelarten ansiedeln“, erklärt Verbraucherschützerin und Ernährungsexpertin Silke Noll.

Diese Käserinden sind nicht essbar

Bei Angabe „E235“ großzügig die Rinde entfernen: Generell nicht essbar sind hingegen Käseüberzüge aus Paraffinen, Wachs oder Kunststoff. Ein entsprechender Hinweis darauf sei vorgeschrieben. Finden Käsefreunde im Aufdruck die Angabe „E235“, sollten sie sogar sehr großzügig die Rinde entfernen. Denn dann sei sie mit dem Konservierungsstoff Natamycin behandelt, und es sollte am Rand mindestens ein halber Zentimeter abgeschnitten werden. Natamycin wirkt antibiotisch und wird auch in Arzneimitteln eingesetzt.

Weitere Tipps und Themen unter:

www.ruhrnachrichten.de/leben

dpa