Wenn Kinder „Hüftschnupfen“ haben

Häufig bei Grundschülern

Wenn Kindern die Hüfte schmerzt, kann ein sogenannter Hüftschnupfen dahinter stecken. Das ist für Eltern kein Grund zur Sorge - ein Gang zum Arzt empfiehlt sich aber dennoch.

25.02.2020, 08:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Manches Kind leidet unter einer Entzündung des Hüftgelenks.

Manches Kind leidet unter einer Entzündung des Hüftgelenks. © Arne Dedert/dpa

Ein sogenannter Hüftschnupfen kommt bei Vor- und Grundschulkindern verhältnismäßig häufig vor. Dabei ist das Hüftgelenk entzündet und die Gelenkschleimhaut geschwollen, erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die Schmerzen können von der Hüfte in Leiste, Oberschenkel und Knie ausstrahlen. Die Kinder beginnen dann ohne erkennbaren Grund zu hinken.

Hüftschnupfen heilt nach zwei Wochen ab

In der Regel heilt die Entzündung nach etwa zwei Wochen folgenlos ab. Wichtig ist aber, dass ein Arzt andere Ursachen ausschließt, meist mit einer Ultraschalluntersuchung.

Schlimmere Krankheiten ausschließen

Denn auch eine Lyme-Borreliose, rheumatische Erkrankungen oder eine krankhafte Mangeldurchblutung des Hüftkopfes können Hinken und Hüftschmerzen auslösen. Bei Jugendlichen kann sich auch der Hüftkopf lockern oder abrutschen.

Ursachen für Hüftschnupfen

Die Ursache für einen Hüftschnupfen ist nicht eindeutig geklärt. Er könnte eine allergische Reaktion auf eine andere Infektion sein, etwa eine vorangegangene Erkältung, Halsweh oder Durchfall. Auch ein Sturz kann die Hüfte gereizt haben. Meist schonen sich Kinder bei Schmerzen ganz von selbst, mit dem Sport sollten sie aber eine Weile pausieren. Wenn nötig, lindern Schmerzmittel die Beschwerden.

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dpa