15 Minuten für die Zukunft

Umfrage startet

In 500 Briefkästen wird demnächst Post vom Bürgermeister liegen. Friedhelm Kleweken bittet darin um 15 Minuten Zeit. 15 Minuten für die Zukunft von Legden.

LEGDEN

, 07.01.2016, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
15 Minuten für die Zukunft

Arbeiten gemeinsam an der Zukunft Legdens: Michael Roters (l.) und Jürgen Stüwe (r.) von Inside Partner, Bürgermeister Friedhelm Kleweken und Michael Cirkel (2.v.r.).

Nach dem Zufallsprinzip wurden 500 Adressen ausgewählt, um möglichst ein umfangreiches Bild davon zu bekommen, was die Bürger in Legden und Asbeck von ihrem Dorf denken und was sie gerne verändern würden. "Viele wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Aber unsere Gesellschaft, unsere Welt verändert sich", sagt Kleweken. Das Bewusstsein für Veränderung schärfen, auch das will die Aktion.

"Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn sie an Legden denken", so startet der von der Agentur Inside Partner gestaltete Bogen mit insgesamt 13 Fragen. Wie zufrieden sind die Bürger mit der Lebensqualität, was halten sie von Angeboten wie medizinischer Versorgung, Schulen oder kulturellen Angeboten, was sollte weiter ausgebaut werden, gibt es ausreichende Angebote für alle Altersgruppen - das alles wird abgefragt. Die Fragebogen richten sich nicht an einzelne Bürger, sondern immer an einen Haushalt, sodass Familien gemeinsam zu Antworten kommen müssen.

Ausführliche Interviews

Die Erhebung wird vom wissenschaftlichen Kooperationspartner, dem Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule, übernommen. Im Vorfeld waren bereits fünf Legdener in ausführlichen Interviews befragt worden. Hier hatte man nichts dem Zufall überlassen und den engagierten Jugendlichen genauso ausgewählt wie den ehrenamtlich tätigen Bürger und den rüstigen Rentner. Michael Cirkel (Foto) vom IAT sagt zu den Ergebnissen: "Die meisten waren mit der Situation in Legden sehr zufrieden." Eine Schlagwortwolke zeigt neben Begriffen wie Lebensqualität auch die Wörter Alter, Vereine, Rückkehrer und Flüchtlinge. Eine erste Erkenntnis, so Cirkel: "Viele sind für Studium und Berufsstart aus Legden abgewandert, dann aber wieder irgendwann zurückgekommen." Wegen des demografischen Wandels machte sich keiner Sorgen und auch die Meinungen zum Thema Zuwanderung waren positiv.

Dass für die Umfrage 500 Haushalte ausgewählt wurden, sei ein sehr guter Wert. Für eine andere, landesweite Umfrage, so erklärt Cirkel, hat sein Institut in ganz NRW 5000 Haushalte befragt. So erhoffen sich alle Beteiligten ein sehr genaues Bild von den Vorstellungen der Legdener. Später werden mit Internet-Aktionen und Dorfspaziergängen weitere Aktionen gestartet.

In Kürze

  • Die Fragebögen werden ab kommender Woche versandt.
  • Die ausgefüllten Bögen müssen bis Samstag, 30. Januar, zurückgegeben werden. Die Gemeinde hat dafür ihre Wahlurnen umgestaltet und an vier Standorten aufgestellt. Sie stehen im Rathaus, Amtshausstraße 1, bei den Volksbanken, Hauptstraße 37 und Brückenstraße 8 in Asbeck, und in der Sparkasse, Fliegenmarkt 4.
  • Die Ergebnisse werden nach der Auswertung auf der Internetseite der Gemeinde vorgestellt.
  • Die Aktion ist das erste öffentliche Ergebnis des Projekts „Zukunftsdorf Legden 2030+“. Im April 2015 hatte das Bundesforschungsministerium im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ 52 Städte, Kreise und Gemeinden ausgewählt. In NRW sind neben Legden Städte wie Gelsenkirchen, Oberhausen und die Kreise Recklinghausen und Steinfurt dabei.
  • www.gemeinde-legden.de
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