2545 Legdener verlassen jeden Tag das Dorf

Wo Legdener arbeiten

Viele Legdener verlassen allmorgendlich ihr Dorf, um zur Arbeit zu fahren. 2545 sogenannte Auspendler zählt die neueste Statistik, die sich auf das Jahr 2015 bezieht. Umgekehrt kommen 1375 Menschen von außerhalb, um in Legden und Asbeck ihre Brötchen zu verdienen. 1388 Menschen bleiben für die Arbeit am Ort.

LEGDEN

, 29.01.2017, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
2545 Legdener verlassen jeden Tag das Dorf

Information und Technik Nordrhein-Westfalen hat als amtliche Statistikstelle die Pendlerströme berechnet.

2545 Auspendler das bedeutet, dass 64,7 Prozent der Erwerbstätigen ihren Wohnort verlassen. Damit liegt Legden im Kreis Borken an dritter Stelle nach Heiden (69,9) und Velen (68,7). In Rosendahl suchen sogar 71,7 Prozent der Erwerbstätigen die Arbeit außerhalb der Dorfgrenzen. Am anderen Ende der Skala liegt Bocholt mit 32,2 Prozent Auspendlern.

Ahaus an der Spitze

In ganz NRW pendelt etwa die Hälfte an jedem Arbeitstag über die Grenzen ihres Wohnortes zur Arbeit. Das teilte Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mit.

Mit den Nachbarn aus Ahaus können es Legdener am besten - rein beruflich gesehen. 760 Ausbildungs- und Berufspendler machen sich auf den Weg in die Nachbarstadt. Umgekehrt kommen 312 Ahauser zum Arbeiten nach Legden. "Wir wissen schon, warum wir die Kooperation mit Ahaus so pflegen", kommentierte Bürgermeister Friedhelm Kleweken, der den Pendleratlas bei der Einbringung des Haushalts in der Sitzung des Gemeinderates kurz präsentierte.

Die meisten Menschen wollen nicht weit fahren. Deshalb folgen bei den Auspendlern nach Ahaus Coesfeld (25), Rosendahl (181), Stadtlohn (146) oder Heek (90). Immerhin 132 Legdener arbeiten in Münster, 24 fahren täglich 72 Kilometer nach Duisburg. Umgekehrt zieht Legden als Arbeitsort vor allem für Berufstätige aus der nahen Umgebung an. Auf Ahaus folgen Rosendahl (184), Stadtlohn (116), Coesfeld (110) und Heek (91). Immerhin 15 Niederländer haben im Dahliendorf Arbeit.

Für Statistikfreaks bietet der Pendleratlas NRW viele Informationen. Neu entwickelt wurde in diesem Jahr eine Online-Anwendung, die auch Informationen zu den Pendlerwegen, sowie zu Geschlecht, Alter, Beschäftigungsumfang, Stellung im Beruf und dem Wirtschaftsbereich der ausgeübten Tätigkeit katographisch aufbereitet bietet. Und das für alle Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Der Vergleich zu zwei Vorjahren wird mitgeliefert.

Vorzugsweise Vollzeit

Zum Thema Auspendler erfährt man beispielsweise, dass 55,8 Prozent Männer sind. 88,9 Prozent sind Arbeiter oder Angestellte und 4,7 Prozent Auszubildende, 71,6 Prozent arbeiten Vollzeit, 45,5 Prozent im Dienstleistungsbereich und 45,5 Prozent im produzierenden Gewerbe einschließlich Landwirtschaft.

Eine kleine Gruppe ist selbstständig: 2,1 Prozent oder 54 Personen führen ihr eigenes Unternehmen außerhalb von Legden. 110 Personen - 4,3 Prozent der Gesamtzahl - sind als Beamte tätig. Der weitaus größte Teil der Pendler ist zwischen 45 und 55 Jahren alt.

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