Meinung

3G-Nachweise: Vertrauen ist gut, etwas mehr Kontrolle wäre besser!

Es geht langsam aufwärts, aber die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Deswegen müssen wir uns noch mit Impfzertifikaten und Testnachweisen plagen. Legden zeigt, wie es geht, meint unser Autor.
Eintrittskarte ins Restaurant: das Impfzertifikat. © picture alliance/dpa

Die Zeiten der vom Bund bezahlten Bürger-Tests sind vorbei. Wer jetzt nicht geimpft ist oder eine Corona-Infektion überstanden hat, muss den Test im Regelfall aus der eigenen Tasche bezahlen. Wer kein entsprechendes Zertifikat vorweisen kann, muss zu Hause bleiben. Dazu gehört auch, dass solche Dokumente vor Ort geprüft werden – was scheinbar nicht überall passiert. Das ist in Legden nicht der Fall und das ist gut so.

Manche Gastronomen kontrollieren Zertifikate über Impfungen oder Tests gar nicht oder nur sehr flüchtig. Unsere Stichprobe in Legden aber hat ein anderes Bild ergeben. Wer beim Bäcker eine Tasse Kaffee trinken möchte, wird ganz selbstverständlich nach den 3G-Dokumenten gefragt. Gut so!

Zu kritisieren ist allenfalls, dass die Kontrolle der eigentlichen Zertifikate im Regelfall recht flüchtig ist. Wer Böses im Schilde führt, könnte sich das Smartphone vom geimpften Nachbarn ausleihen. Oder das Impfzertifikat kopieren und grafisch so aufbereiten, dass es einer bloßen Sichtprüfung stand hält.

Aber seien wir mal ehrlich: Die digitale Prüfung eines Impfzertifikates hat in Deutschland Seltenheitswert. Und wir müssen auch nicht immer vom schlimmsten Fall ausgehen. In diesem Sinne: Gut gemacht, Legden!