925-jährige Geschichte als Inspiration

Ausstellung in Asbeck

Die erste gemeinsame urkundliche Erwähnung von Legden und Asbeck vor 925 Jahren hat Rudolf van Wüllen zu seiner neuen Ausstellung inspiriert. Viele der Objekte und Urkunden hat er noch nie in dem Wappensaal im Kreuzgang gezeigt.

LEGDEN

, 07.06.2017, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

So wurde er kürzlich im Kloster Gravenhorst fündig, wo es in einer Ausstellung um die Geschichte von Emigranten geht, die vor der Französischen Revolution ins Münsterland geflohen waren. In den Listen entdeckte er auch viele Namen von Geistlichen, die 1794 und 1795 aus Paris, Rouen oder Boulogne nach Legden und Asbeck kamen. Auszüge daraus, die ihm zur Verfügung gestellt worden, kann er jetzt in einem Schaukasten präsentieren.

Leihgaben hat er auch vom Emslandmuseum in Lingen bekommen. Dazu zählt der Nachdruck einer Paulus-Landkarte des Münsterlandes von Johannes Giegas aus dem Jahr 1624. Erst einmal orientieren muss man sich bei einer weiteren Karte aus dem Jahr 1630 des Bistums Münster, die nicht wie üblich nach Norden, sondern nach Westen ausgerichtet ist. Doch dann findet man Asbeck, Legden oder die Egelborg.

"Die todte Hand"

Höchst interessant sind auch zwei Urkunden, in denen es um "Erwerbungen zur todten Hand in der Bürgermeisterei Legden" geht. Auffallend ist die Datierung von 1836 und 1845. "Die Hand, die 2012 aus der Kirche St. Brigida gestohlen wurde, soll 1905 bei Abbrucharbeiten des Kirchturms in Legden aufgetaucht sein", berichtet Rudolf van Wüllen von der mumifizierten Hand, die jahrzehntelang in einem Glaskästchen ausgestellt wurde. Zu gerne wüsste er mehr über den Hintergrund zu den Urkunden, bislang blieben seine Nachforschungen ergebnislos.

Rosenkranz aus den Früchten einer Rosenkranzbohnenstaude

Ein "Kapitel" ist dem Haus Asbeck gewidmet. Fotos, Wappen und Siegel erinnern an die Familie von Asbeck. Zum Thema "Religion" stellt van Wüllen Kommunionsgeschenke seiner Großmütter Anna Hüsing und Anna Timmer aus dem Ende des 19. Jahrhunderts aus. Dazu zählt auch ein Rosenkranz aus den Früchten einer Rosenkranzbohnenstaude.

Daneben liegen Bücher aus Asbeck, "Blüthen aus dem Paradiese der Kirche" von 1879 ist ein Beispiel. Erstmals ausgestellt ist ein Muttergotteskasten, an dem schöne Blumenornamente auffallen. Rudolf van Wüllen erläutert: "Mein Urgroßvater baute damals den Barockaltar in der Stiftskirche ab. Teile davon hat er für den Kasten verwendet."

  • "925 Jahre Legden und Asbeck", Im Kreuzgang, Stiftsstraße 6, Di.-Fr. 10-12 und 14-18.30Uhr, Sa. 10-16 Uhr, So. 14-18 Uhr
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