925 Jahre „Lecdene und Hasbeche“

Aktionen zum Jubiläum

Gut geschützt liegt die Urkunde beim Landesarchiv Münster. 1092 soll sie entstanden sein und belegen, dass der damalige Bischof Erpho das Eigentum des "Ocelin von Were" erworben hat. Erstmals werden darin "Lecdene" und "Hasbeche" erwähnt. Daran soll jetzt, 925 Jahre später, erinnert werden - und das ein ganzes Jahr lang.

LEGDEN

, 09.01.2017, 18:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anders als vor 25 Jahren wird es keine von der Gemeinde organisierte Feier geben. Vielmehr werden viele Vereine Veranstaltungen unter das Motto "925 Jahre Legden & Asbeck" stellen. Erste Zusagen konnte Bürgermeister Friedhelm Kleweken schon einsammeln. Bei einem Treffen am Mittwoch, 8. Februar, 19.30 Uhr, mit Vereinsvertretern werden im Haus Weßling, Busshook 6, weitere Aktivitäten besprochen.

Ein Jahr lang wird gefeiert 

Ein Jahr lang wird gefeiert - von Sommer bis Sommer. Kleweken erläutert den Grund für diesen Zeitraum: "Die Feiern zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr und des Musikzuges 2018 sollen den Abschluss bilden."

Zu den ersten Aktionen gehört ein Konzertwochenende, zu dem der Heimatverein Asbeck im Juni in die Stiftskirche oder auf den Vorplatz einladen wird. Auch der Mittsommernachtslauf soll im Zeichen des Jubiläums stehen. Und wenn beim Fußballjugend-Pfingstturnier die Dorfmeisterschaft ausgetragen wird, kann sich der Sieger diesmal über einen Jubiläumspokal freuen.

"Eigentlich feiern wir die Urkunde"

Ob es jetzt für die Gemeinde Legden ein echtes Jubiläum ist - das steht nicht so ganz fest. "Eigentlich feiern wir die Urkunde", sagt Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Nicht nur, dass Legden und Asbeck auch schon früher existiert haben. "Die Zahl 1092 stimmt sehr wahrscheinlich nicht." In akkurater Schrift wird der Erwerb protokolliert. Nur, wo die Jahreszahl steht, wurde etwas überschrieben. "Ursprünglich könnte dort das Wort centesimo, also 1100 gestanden haben", sagt Kleweken. Die Urkunde, das wurde bereits zum 900-jährigen Bestehen festgestellt, könnte also gefälscht worden sein, um das Datum nach vorne zu verlegen, denn 1100 lebte Bischof Erpho schon nicht mehr.

Urkunde auf der Homepage zu bewundern

Bereits im vergangenen Herbst sind Kleweken und Jürgen Göckemeyer, in der Gemeinde unter anderem zuständig für den Internetauftritt, zum Landesarchiv nach Münster gefahren. "Ich wollte mir die Urkunde unbedingt im Original anschauen", so Kleweken. Das dicke Papier, die gestochen scharfe Schrift, keine Bruchstellen oder Tintenfraß: "Ich war überrascht, in welch’ gutem Zustand die Urkunde ist." Göckemeyer hat am Montag die Urkunde mitsamt Übersetzung auf die Homepage der Gemeinde gesetzt. Auch Vereine können ihm ihre Aktionen zum Jubiläum melden, sodass die Seite kontinuierlich wachsen wird.

 

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