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Alle Jahre wieder Last mit dem Laub

Herbstphänomen

Es leuchtet in allen Farben auf den Straßen des Dahliendorfes: Braunes, rotes und gelbes Laub liegt auf den Gehwegen, in den Anlagen und den Rinnsteinen. Wenn es jetzt regnet, wird es rutschig. Doch wo ist die Gemeinde für das Fegen zuständig und wo die Anwohner? Und muss wirklich jedes einzelne Blatt beseitigt werden?

LEGDEN

, 29.10.2015 / Lesedauer: 3 min
Alle Jahre wieder Last mit dem Laub

Mit dem Laubsauger kann Heinz Eißing auch die Blätter aus den Beeten entfernen.

"Ich hole nicht jedes Blättchen weg. Das ist ja auch ein Stück Natur", sagt Heinz Eißing. Er holt den Laubsauger nur einmal alle zwei Wochen aus der Garage, um das Laub auf seinem Grundstück zu beseitigen.

Als Eigentümer ist er verpflichtet, den Gehweg und die Straße bis zur Mitte sauber zu halten. In der Straßenreinigungssatzung der Gemeinde Legden heißt es: "Die Straßenreinigung beinhaltet die Entfernung aller Verunreinigungen, die eine Gefährdung des Verkehrs darstellen können." Dazu zählt auch Laub, das rutschig wird, wenn es nass ist.

Keine dauerhafte Pflicht

Generell ist die Gemeinde für diese Arbeiten zuständig, in der Satzung überträgt sie diese Pflicht jedoch auf die Grundstückseigentümer. Wenn es keine direkten Anlieger gibt, übernehmen Mitarbeiter der Gemeinde das Laubfegen.

Heinz Eißing braucht zwei Stunden, um sein komplettes Grundstück von den bunten Blättern zu befreien. "Es ist eine lästige Arbeit, aber muss nun mal sein." Auch im Garten war er fleißig. Dazu rät Renate Lösing von der Baumschule Lösing: "Das Laub vom Rasen am besten sofort entfernen, sonst erstickt das Gras darunter."

Rutschige Gehwege

Die Gehwege hingegen müssen nicht ständig frei von Blättern sein. Laut eines Urteils des Landgerichts Coburg müssen Fußgänger und Fahrradfahrer im Herbst damit rechnen, dass wegen des feuchtes Laubes die Gehwege rutschig sein könnten. Auch bei daraus resultierenden Verletzungen könne kein Schmerzensgeld vom Grundstückseigentümer verlangt werden. Schneller geht die Arbeit mit einem Laubsauger oder -bläser. "Ein Laubbläser lohnt sich, wenn man große Flächen hat.

Für den Eigentümer eines Einfamilienhauses reicht ein Laubsauger", erklärt Georg Hericks, ehemaliger Geschäftsführer der Neuen Mühle. Die Zeitersparnis mit einem solchen Gerät liege bei 90 Prozent. Das kann auch Heinz Eißing bestätigen. Er hat sich vor vier Jahren einen Laubsauger gekauft: "Es ist einfach viel bequemer."

Laub entsorgen

Nach dem Zusammenfegen können Privatpersonen das Laub in der Biotonne entsorgen oder kostenlos zum Wertstoffhof Legden, Dinkel 22, bringen. Der hat im Herbst nicht nur am Samstag von 8 bis 13 Uhr, sondern zusätzlich freitags von 17.30 bis 19 Uhr geöffnet.

Mit Hindernissen unter einem Haufen Laub müssen Fußgänger und Fahrradfahrer rechnen. Das Oberlandesgericht Frankfurt wies deswegen die Klage einer Frau ab, die über die laubbedeckte Kante einer Verkehrsinsel gestolpert war. Laub von Nachbarn oder von Bäumen der Gemeinden muss ebenfalls vom Grundstückseigentümer beseitigt werden. So urteilte das Amtsgericht München im Jahr 2010.

Morgens um sieben Uhr können Fußgänger noch nicht erwarten, dass die Gehwege laubfrei sind und müssen dementsprechend vorsichtig sein. So lautet ein Urteil des Landgerichts Frankfurt.

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