Alles neu macht der Mai

Feuerwehrgerätehaus

LEGDEN. Feuerwehrrot strahlen die Tore und Fensterrahmen der Neubaus - passend zu seiner künftigen Nutzung: Bei dem Gebäude an der Bundesstraße 474, das innerhalb weniger Monate in die Höhe geschossen ist, handelt es sich um das neue Legdener Feuerwehrgerätehaus. Eingeweiht wird es am 14. Mai. Am 15. Mai folgt ein Tag der offenen Tür.

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 04.02.2011, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wird im Mai eingeweoht: das Gerätehaus.

Wird im Mai eingeweoht: das Gerätehaus.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken ist mit dem Baufortschritt zufrieden - zumindest, wenn es um die Innenarbeiten geht. "Da sind wir zügig voran gekommen", stellt er fest. Die große Fahrzeughalle im Erdgeschoss ist gefliest, die Trockenbauarbeiten sind erledigt, die Elektroinstallationen verlegt, die Arbeiten für Sanitär- und Heizungsanlage weitgehend abgeschlossen.

"In der nächsten Woche bekommen die Sozialräume ihre Fußbodenheizung", kündigt der Bürgermeister an. Wenn es um die Arbeiten im Außenbereich geht, ist die Aufzählung schneller beendet: "Da sind wir noch am Anfang."

Der frühe Wintereinbruch hatte dafür gesorgt, dass schon ab November draußen die Arbeiten ruhen mussten. Und auch wenn das Thermometer in den vergangenen Tagen deutlich über den Gefrierpunkt geklettert ist, konnten die Bauarbeiter noch nicht beginnen. "Erst muss der Bodenfrost ganz weg sein", so Kleweken. Um Wege - die normale Zufahrt und die Alarmzufahrt - sowie Parkplätze zu bauen, müsse zuvor der Boden vernichtet werden. "Und das geht jetzt noch nicht." Kleweken ist zuversichtlich, dass das nächste Woche schon anders sein könnte - vorausgesetzt, die milde Witterung hält an.

Nicht allein der Winter hatte einen Strich durch die ehrgeizigen Pläne der Gemeinde gemacht, bis zum Jahresende 2010 mit den Bauarbeiten komplett fertig zu sein. Im Juli hatte ein Sturm über die Baustelle gefegt und Mauern zum Einsturz gebracht. Die konjunkturelle Entwicklung auf dem Bausektor hatte zu weiteren Verzögerungen geführt, wie Architekt Wilhelm Hoogen bereits im September mitteilte. Damals war bereits klar, dass der Löschzug Legden wohl erst im Frühjahr umziehen könnte. Inzwischen geht der Bürgermeister von April aus.

Auch wenn sich die Bauzeit verlängert, die Investitionssumme wächst nicht: "Da bleiben wir im Planansatz", betont der Bürgermeister. Wie bereits von Anfang an kalkuliert, bliebe es bei 1,77 Millionen Euro.

Die volle Summe hatte die Gemeinde bereits im Haushaltsplan 2010 zur Verfügung gestellt. Auf den aktuellen Etat-Entwurf und sein Millionenloch hat die Investition nur indirekt Einfluss - durch eine steigende Zinslast. Denn um den Neubau für die Feuerwehr zu ermöglichen, hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr einen Kredit in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufgenommen.

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