Anbau am DRK-Kindergarten für zwei Gruppen startet

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In der DRK-Kita Mühlenbach sind die Bagger angerückt. Ab August werden hier dann zwei weitere Gruppen betreut. Die Kindergartenkinder finden die Bauzeit toll.

Legden

, 30.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kinder in der DRK-Kita Mühlenbach sitzen in diesen Tagen häufig im Kino. So heißt die Stuhlreihe, die den Blick auf die Bauarbeiten im Außengelände ermöglicht. Wie Bagger das Gelände freischaufeln, das ist für sie höchst spannend. Und auch draußen stehen sie oft am Bauzaun.

Schon zwei Jahre nach der Eröffnung des Kindergartens am Rande des Baugebiets Roggenkamp wird erweitert. Schon beim Bau 2017 war eine Erweiterung um eine Gruppe mitgedacht worden. Jetzt wird es sogar ein zweigeschossiger Anbau. Und damit ist Platz für fünf Gruppen. Damit wird es die größte Kindertageseinrichtung im Dahliendorf.

Geburtenzahlen steigen weiter

„Dass der Anbau so schnell notwendig wird, haben wir vorher nicht so abgesehen“, sagt Dirk Holz, der beim DRK-Kreisverband Borken für die Kindertageseinrichtungen zuständig ist. Sonst hätte man vielleicht schon 2017 größer gebaut. Die Geburten- und Zuzugszahlen steigen in Legden weiter. Und das Neubaugebiet Roggenkamp, das hier entstehen wird, wird weitere Kinder bringen.

Anbau am DRK-Kindergarten für zwei Gruppen startet

Jakob und Paul sitzen im Kino und beobachten die Bauarbeiten. Wenn jetzt bald die Mauern hochgezogen werden, wird es noch interessanter. © Altenknecht

Die Jugendhilfeplanung des Kreises Borken hat für die kommenden Jahre weiteren Bedarf errechnet. Das liegt nicht nur an steigenden Kinderzahlen. Eltern buchen immer mehr die maximale Betreuungszeit von 45 Stunden und die Zahl der U3-Kinder steigt, weshalb in den Gruppen weniger Kinder betreut werden können.

Außerdem wird der neue Kindergarten in Legden gut angenommen. „Ohne den Anbau hätte ich viele Absagen erteilen müssen“, sagt Kita-Leiterin Ann-Kristin Altenknecht (34). „Die 93 Plätze ab August sind gebucht. Das ist toll“, ergänzt sie. Ab August wird es dann zwei U3-Gruppen geben und drei gemischte Gruppen.

Außengelände wird erweitert

Groß beeinträchtigt sind die Kinder durch den Bau nicht, sagt Ann-Kristin Altenknecht. „Sie dürfen nicht mehr alleine nach draußen“, das sei im Moment alles. Ein Durchbruch, der beide Bauteile verbindet, wird im Personalraum sein. Da jede Gruppe mehrere Räume hat, kann dann während der Bauzeit individuell reagiert werden. Erweitert wird auch der Außenbereich. „Es kommt ein angrenzendes Grundstück dazu“, sagt die Kita-Leiterin. Bereits am 29. Juni sollen die Eltern das neue Außengelände bei einem Tag der offenen Tür besichtigen können.

Fragen wegen des Neubaus gab es anfangs von den Eltern. „So eine große Kita...“, zitiert Ann-Kristin Altenknecht die Reaktionen der Eltern. „Ein Plan vom Gebäude hängt aus und wir informieren“, erzählt sie weiter, dass sie Bedenken ausräumen konnten.

Parallel zum Bau bereitet sich auch der DRK-Kreisverband vor. Wir sind zurzeit in der Personalakquise“, sagt Dirk Holz. Vier neue Erzieherinnen, drei davon in Vollzeit, sollen zum August eingestellt werden.

Kinder wählen selbst, wo sie sein wollen

Während die zwei U3-Gruppen unter sich bleiben, wird bei den anderen Gruppen das Konzept der offenen Arbeit fortgesetzt. Seit Beginn des Jahres können alle Kinder frei wählen, was sie machen wollen. „Es gibt Stammgruppen, die treffen sich aber erst um 10.30 Uhr zum Abschlusskreis“, sagt die Kita-Leiterin. Vorher können sie selbst entscheiden, wo sie hin möchten – ob in die Turnhalle, in den Rollenspielbereich, den Bauraum, das Atelier oder eben in diesen Wochen in das „Kino“. Ann-Kristin Altenknecht: „Die Kinder lieben das.“

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