Asbeck präsentiert sich der Jury

"Unser Dorf hat Zukunft"

Nur ein Jurymitglied wird möglicherweise ein verschwommenes Bild von den Stärken des Dorfes Asbeck haben. Seine Bewertungsbögen segelten gestern bei der Besichtigung der Stiftsmühle in den Mühlenbach. Das aber war die einzige Panne beim Auftakt des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft".

15.06.2015, 18:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwei Wochen lang bereist die Bewertungskommission Westfalen. Im August ist das Rheinland an der Reihe. Auftakt war gestern in Welbergen (Ochtrup) und eben in Asbeck. Das Stiftsdorf zählt zu den 28 westfälischen und 23 rheinischen Dörfern, die sich 2014 unter 850 Dörfern als Kreissieger durchsetzen konnten. Jetzt geht es um den Landessieg.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken begrüßte die Kommission an der Hunnenporte. "Wir wollen Ihnen Asbeck zeigen, wie es lebt. Ganz ungeschminkt."

Keine Punkte für Idylle

Der strahlend blaue Himmel sorgte für einen heiteren Rahmen. Doch allein für Idylle gibt es keine Wettbewerbspunkte. Darum präsentierten die Asbecker beim Rundgang die Stärken ihres Dorfes von der Stiftstradition bis zum modernen Glasfasernetz. "Wir haben hier nicht nur einen großen Schatz an historischen Gebäuden, wir füllen ihn auch mit Leben", betonte der Heimatvereinsvorsitzende Bernhard Laukötter. Ob Dormitorium oder Stiftskirche - Konzerte, Ausstellungen und Gemeinschaftsveranstaltungen beleben die Architektur.

Kein Museumsdorf

Und das Dorf zeigt Integrationskraft. "Wir wollen kein Museumsdorf sein", erklärte Rebecca Brüggemann. Sie stellte eine Flüchtingsfamilie vor, die im Pfarrhaus lebt. "Wir freuen uns, dass das Miteinander so gut klappt."

Das gilt auch für die Partnerschaft mit Reszel in Polen, die in Asbeck tiefe Wurzeln schlägt, wie Mariola Zalwert verdeutlichte. Helmut Schiermann, der zweite Vorsitzende des Heimatvereins, stellte Projekte vor: das Bürger-Engagement beim Bau des Feuerwehrgerätehauses, die Pläne für den Dorfteich und die Bebauung des Küchenplatzes. Andrea Enseling präsentierte die sportliche Vielfalt der Germania und Claudia Kröger die Tourismusförderung mit dem Pengel-Anton.

Ergebnisse im September

Viele Eindrücke in zwei Stunden, die die Juroren eifrig in ihren Bewertungsbögen notierten. Ihnen steht noch ein echter Bewertungsmarathon bevor. Am Ende werden sieben Dörfer mit Gold ausgezeichnet und das Land NRW beim Bundeswettbewerb vertreten. Spannend bleibt es bis zum 13. September. Dann gibt die Jury ihre Entscheidung bekannt.

  • www.dorfwettbewerb.de
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