Asbecker beklagen Misstrauen gegenüber den Landwirten

„Wir haben es satt“

„Wir machen Euch satt“. Mit diesem Slogan werben die Landwirte um Sympathien beim Verbraucher. „Wir haben es satt!“ Mit diesen Worten machte sich Heinz Brügger, der alte und neue Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Asbeck, am Dienstag Luft.

ASBECK

, 10.02.2015, 18:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Asbecker beklagen Misstrauen gegenüber den Landwirten

Von links: Johannes Stromberg (Ortsstelle der Landwirtschaftskammer) und der neu gewählte Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Asbeck mit Anna-Katharina Schulze Vasthoff, Antonius Langehaneberg, Heinz Brügger, Bernd Heidbrink, Martin Schlattmann und Detlef Schulze Vasthoff; auf dem Foto fehlt der erkrankte Josef Schiermann;

Brügger beklagte auf der Winterversammlung der Asbecker Landwirte im Saal Enseling, dass die Landwirte unter ständigem Rechtfertigungsdruck stünden. Falsche Vorhaltungen in Sachen Tierschutz, Umwelt und Lebensmittelqualität seien abgesehen von wirtschaftlichen Fragen eine ernste Bedrohung für die Landwirtschaft. „Für die jungen Leute fehlt doch der Reiz, einen Hof zu übernehmen.“ Dabei seien es die Landwirte, die die Verbraucher mit hochwertigen und sicheren Lebensmitteln versorgen. „Wir müssen aufpassen, dass uns nicht einige wenige schwarze Schafe unseren Ruf ruinieren.“

Der Ortsverein Asbeck zählt 44 Mitglieder. Weniger als die Hälfte der Betriebe sind noch Vollerwerbsbetriebe. Schweinemast, Sauenbetriebe, Milchvieh und Bullenmast, das sind die Bereiche in denen die Asbecker Landwirte ihr Geld verdienen. Die Ernteerträge waren 2014 gut, auch wenn die Weizenernte wegen des nassen Wetters schwierig war. Die erzielten Preise waren allerdings aus Sicht der Landwirte nicht so gut. 

Bürgermeister Friedhelm Kleweken betonte in seinem Grußwort, dass die Landwirte für Legden über die Landwirtschaft hinaus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor seien: als Auftraggeber für das heimische Handwerk. Er betonte: „Die Gemeinde steht hinter der Landwirtschaft.“ Als Beispiel nannte er den Wirtschaftswegeausbau, für den die Gemeinde 2015 unvermindert 120 000 Euro bereitstelle, plus 65 000 Euro für die Unterhaltung. Das geplante Amprion-Erdkabel, das sich „quer durch Asbecker Gebiet zieht“, lasse noch auf sich warten, so der Bürgermeister. Frühestens im Herbst 2015 begännen die konkreten Planungen. 

Bei den Wahlen wurden der Vorsitzende Heinz Brügger, der seit zwölf Jahren im Amt ist, und die weiteren Vorstandsmitglieder einstimmig bestätigt.

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