Asbecker Dorfteich ist in Arbeit

Leader-Projekte

Es wird ein Hingucker am Ortseingang von Asbeck - das kann man jetzt schon erkennen. Der Dorfteich wird umgestaltet und soll ein Ort der Begegnung werden. Es ist das erste Projekt in der neuen Leader-Förderperiode, das in der "Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden" umgesetzt wird. Im September soll es der Öffentlichkeit präsentiert werden. Viele weitere Projekte in den drei Orten werden folgen.

AHAUS/HEEK/LEGDEN

von Ronny von Wangenheim

, 28.07.2017, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Asbecker Dorfteich ist in Arbeit

Man kann schon erkennen, wo Treppenstufen zum Asbecker Dorfteich führen werden. Rechts daneben wird eine Wasserrinne entstehen, die zum Spielen einladen wird. Für Radtouristen soll der Teich ein attraktives Ziel werden.

"Das wird eine Aufwertung für Asbeck", ist Bürgermeister Friedhelm Kleweken überzeugt. Er ist zugleich der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden. Schnell gehen konnte es, weil die Gemeinde das Projekt Dorfteich-Umgestaltung gut vorbereitet hatte. Pläne, Kostenkalkulation - alles konnte schnell bei der Bezirksregierung eingereicht werden.

Schnell stand fest, dass 107000 der insgesamt 180000 Euro Kosten über das Leader-Programm ins Stiftsdorf kommen. Darin enthalten sind bereits die Kosten für die Skulpturenroute durch und um Asbeck, die im kommenden Jahr in Verbindung mit dem Heimatverein Asbeck realisiert wird.

Nicht immer geht es so einfach. Bestes Beispiel ist das I-Pad-Projekt, für Kleweken eines der besten, weil auch zukunftsweisenden Leader-Projekte. Drei Orte, drei Schulformen - da haperte es bei der Bewilligung. Detailfragen zur Förderfähigkeit mussten geklärt werden. Vor wenigen Tagen wurde erst signalisiert, dass die Bewilligung für die I-Pad-Klassen an Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus, Kreuz-Sekundarschule in Heek und Brigiden-Grundschule in Legden in den kommenden Wochen rausgeht.

Ärger über Verzögerung

Vor allem in Ahaus war die Verärgerung über die Verzögerung groß. "Wenn das jetzt weiter hinausgezögert wird, ist der ganze Vorsprung, den wir haben, weg", hatte Winfried Terwolbeck, stellvertretender Schulleiter des Alexander-Hegius-Gymnasiums, kritisiert. Auch in Heek sind alle technischen Voraussetzungen geschaffen worden. An der Brigidenschule wird in diesen Ferien gearbeitet und eine schnelle Datenleitung gelegt.

Ärgerlich findet auch Dr. Frank Bröckling vom Regionalmanagement Leader AHL, dass dieses "innovative, neue Projekt" solche Startschwierigkeiten hat. Und auch bei anderen Projekten reibt er sich an den Bedingungen. Ein Punkt sei die "Komplexität mit acht Prüfinstanzen".

Richtlinien überfrachtet

Auch Friedhelm Kleweken sieht das so und nennt die Richtlinien überfrachtet. "Wir müssen drei Angebote hinterlegen", nennt er ein konkretes Beispiel. Wer weiß, wie gefragt Handwerksbetriebe heute sind, weiß auch, dass es manchmal schwierig ist, nur ein einziges Angebot auf den Tisch zu bekommen.

Hoffnung setzen Bröckling wie Kleweken auf die neue Landesregierung. "Ich wünsche mir, dass die Landesregierung reagiert und das Verfahren vereinfacht", sagt Kleweken. Bröckling betont: "Es ist das einzige Fördermittel, von dem Vereine profitieren können." Wenn man einen Bottum-Up-Ansatz wolle, also alle Einwohner sich aktiv beteiligen sollen, müsse das Konsequenzen haben: "Man sollte Vertrauen setzen in die LAG und Verantwortung vor Ort übertragen."

Leader ist ein Förderprogramm der EU, Der Name ist die französische Abkürzung für „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. 2,3 Millionen Euro Fördervolumen stehen für die Periode 2016-2023 in der Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden zur Verfügung. Projekte werden zu 65 Prozent gefördert. Zweidrittel der Summe ist ungefähr verplant. Es können also noch neue Projekte entwickelt werden. Nach Legden und Heek folgt Ahaus. Am 28. September, 19 Uhr, ist die dritte Projektwerkstatt für Menschen mit Ideen im Haus Hoppe, Wiegbold 7, in Ottenstein. www.leader-ahl.de

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