Asbecks Grenzen sind unangetastet

Schnadegang im Stiftdorf

Überrascht war niemand von dem Ergebnis. "Ich kann mit Freude verkünden, die Grenzen sind nicht angetastet worden", bestätigte Marek Janiszewski, Bürgermeister der Partnergemeinde Reszel, nach dem erfolgreichen Schnadegang. Dafür war ihm der Beifall der vielen Asbecker sicher. Nach dem offiziellen Protokoll wurde im Stiftsdorf bei Sonnenschein das Traditionsfest gefeiert.

LEGDEN

, 01.05.2016, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Asbecks Grenzen sind unangetastet

Hoch zu Ross überprüften die Ritter von Asbeck und die adeligen Stiftsdamen auf ihrem Schnadegang die Grenzen von Asbeck und ließen dabei das „Gesinde“ manchmal ganz schön zurück. Abschließend wurde im Dorf gefeiert.

Ganz schön schattig war es noch am Morgen, als die Schnadegänger aufbrachen. Allen vorweg fünf Reiterinnen und Reiter in den historischen Kostümen der adeligen Stiftsdamen und der Ritter von Asbeck auf ihren imposanten, schwarzen Friesen, dahinter das gemeine Fußvolk.

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Schnadegang in Asbeck

Der Schnadegang in Asbeck hat eine jahrhundertealte Geschichte. Am Sonntag, 1. Mai, ritten die adeligen Stiftdamen und die Ritter von Asbeck mitsamt dem "Gesinde" wieder die Grenzen ab. Rast wurde auf dem Hof Schiermann, Frettholt 19, gemacht, wo auch die hl. Messe gelesen wurde. Anschließend ging es wieder ins Dorf, wo die Bürgermeister von Legden und Reszel, Friedhelm Kleweken und Marek Janiszewski das Schnade-Protokoll mit ihrem Daumenabdruck besiegelten. Anschließend wurde fröhlich gefeiert.
01.05.2016
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"Die adeligen Stiftdamen" ritten die Grenzen ab.© von Wangenheim
Hoch zu Ross überprüften die Ritter von Asbeck und die adeligen Stiftsdamen auf ihrem Schnadegang die Grenzen von Asbeck und ließen dabei das „Gesinde“ manchmal ganz schön zurück. Abschließend wurde im Dorf gefeiert.© von Wangenheim
Rebecca Brüggemann zeigt Marek Janiszewski und Friedhelm Kleweken, wo der Daumenabdruck hin muss.© von Wangenheim
Friedhelm Kleweken setzt seinen Daumenabdruck.© von Wangenheim
Marek Janiszewski setzt seinen Daumenabdruck.© von Wangenheim
Die Asbecker Musikkapelle sorgte wie gewohnt für musikalische Stimmung.© von Wangenheim
Auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann wurde Rast gemacht.© von Wangenheim
Friedhelm Kleweken traf beim Schnadegang auf die Gruppe aus Reszel.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann wurde Rast gemacht.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Die Asbecker Musikkapelle sorgte wie gewohnt für musikalische Stimmung.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann wurde Rast gemacht.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann wurde Rast gemacht.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann wurde Rast gemacht.© von Wangenheim
Auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann wurde Rast gemacht.© von Wangenheim
Auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann wurde Rast gemacht.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Die Asbecker Musikkapelle sorgte wie gewohnt für musikalische Stimmung.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Die Asbecker Musikkapelle sorgte wie gewohnt für musikalische Stimmung.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
2000 Lose für den guten Zweck. © von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Die Asbecker Musikkapelle sorgte wie gewohnt für musikalische Stimmung.© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
Schnadegang 2016© von Wangenheim
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Die Gäste aus der polnischen Partnerstadt waren eigens für den Schnadegang nach Asbeck gereist. Für sie berichtete Helmut Schiermann, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins Asbeck, von der Tradition des Schnadegangs, die seit Jahrhunderten hochgehalten wird. Nicht nur, dass der Grenzverlauf und Grenzüberschreitungen auf diese Weise seit altersher so geprüft wurden.

Messe auf Hof Schiermann

Schiermann erzählte auch, wie der Schnadegang Gelegenheit war, neue Bürger einzuweisen. Damit sie dann zu alteingesessenen "Poalbürgern" wurden, wurden sie über einen Grenzstein gehalten und mit dem Hinterteil mehrfach auf den Stein gestoßen. Schiermann hatte allerdings eine schmerzfreiere Idee: Einfach nach Asbeck ziehen und 29 Jahre warten. Dann gehöre man auch dazu.

Dazu gehörten auf jeden Fall die vielen Schnadgänger, die bei ihrer Rast auf dem Hof von Hiltrud und Josef Schiermann eine Messe mit Pastor Johannes Schultewolter feierten. Bürgermeister Friedhelm Kleweken und Bürgermeister Marek Janiszewski nutzen die Gelegenheit, dem Ehepaar Schiermann für die Gastfreundschaft zu danken. Stimmungsvoll untermalte die Asbecker Musikkapelle das Geschehen.

Nachdem der Weg zum Hof Schiermann am Frettholt 19 über Wiesen und Wirtschaftswege geführt hatte, wobei beim Hof Schulze Ising eine kleine Pause für einen Umtrunk eingelegt wurde, ging es zurück ins Dorf auf direktem Weg.

An der Kirche warteten schon viele Menschen auf den Zug aus Reitern, Musikkapelle und Grenzprüfern. Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Heimatvereins Asbeck, dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern und bat dann die beiden Bürgermeister zum traditionellen Daumenabdruck. Damit war das Schnadegang-Protokoll 2016 offiziell besiegelt.

Stiftsköchinnen im Einsatz

Gelegenheit also für einen Bummel durch das Stiftsdorf. Die Kinder konnten eine kleine Spielerunde abarbeiten, dabei am Glücksrad drehen oder eine Maus erwischen, die aus einem Abfallrohr stürzte. Die Erwachsenen ließen sich von den "Stiftsköchinnen" bewirten oder schlenderten zum Anfang der Brückenstraße, wo sich etliche Künstler und Kunsthandwerker an ihren Ständen präsentierten. Erstmals dabei war Ursula Schmidt-Troschke mit ihren Wassergrafiken. Glaskünstler Hans Harder zeigte nicht nur seine Unikate, sondern ließ auch Besucher selbst aus Glas kleine Kunstobjekte formen.

Kunst gab es auch im Dormitorium, wo derzeit der Kunst- und Kulturkreis Buldern ausstellt, und auch im Außenbereich mit Skulpturen dem Ortskern einen neuen Akzent gibt. Schließlich verkauften Helferinnen auch noch für eine Tombola 2000 Lose. Der Erlös kommt wie alle Einnahmen wie gewohnt dem Dorf zugute. In diesem Jahr wird der Heimatverein die Katholische Öffentliche Bücherei Asbeck unterstützen, die im Sommer umzieht.

 

 

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