Bäume an der Bundesstraße 474 müssen verschwinden

25 Linden

25 Linden an der Bundesstraße 474 in Legden sollen 2016 gefällt werden, um mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger schaffen zu können. Was die Entscheidung aus Sicht der Experten einfacher macht: Die Bäume würden an diesem Standort ohnehin nicht dauerhaft gedeihen können.

LEGDEN

, 12.06.2015, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das erklärte Bruno Sicking, Projektleiter bei Straßen NRW in dieser Woche im Ausschuss für Planen, Bauen, Landwirtschaft und Umwelt der Gemeinde Legden. Zusammen mit den Planern des Büros ISW stellte Sicking den Kommunalpolitikern das Konzept für die Umgestaltung der Bundesstraße 474 im Abschnitt zwischen den Einmündungen Bahnhofstraße und Kirchstraße vor.

Der kombinierte Fuß- und Radweg auf der Nordseite (Dorfseite) der Bundesstraße soll in seiner Funktion gestärkt und auf 2,50 Meter verbreitert werden. Sicking: "Wenn wir mehr Sicherheit und Komfort für die Fußgänger und Radfahrer wollen, dann ist eine Fällung der Bäume unverzichtbar." Die Linden, so Sicking weiter, seien ohnehin nicht in einem guten Zustand. "Der Grünstreifen ist einfach zu schmal für die Bäume. Und das Streusalz macht ihnen schwer zu schaffen." Aus diesem Grund könnten auch keinen neuen Bäume als Ersatz angepflanzt werden. Der grüne Charakter des Abschnitts bleibe aber wegen der angrenzenden Hecken und der Bäume in den Privatgärten erhalten.

Auf 900 Metern

Sicking verwies auch auf die gleich alten Linden auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die auf jeden Fall erhalten bleiben sollen: "Die Bäume auf der Südseite haben einen breiteren Grünstreifen und sind daher deutlich besser entwickelt." Die Bundesstraße wird auf einem Abschnitt von 900 Metern saniert. Insgesamt wird die Fahrbahn für die Autos künftig schmaler sein. Der Gehweg auf der Südseite sowie der Geh- und Radweg auf der Nordseite werden gestärkt.

Darüber hinaus sollen Querungshilfen und Einmündungsbereiche barrierefrei umgestaltet werden, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Insbesondere der Knotenpunkt Kirchstraße erfährt eine grundlegende Umgestaltung. Außerdem wird ein Unfallhäufungspunkt entschärft: Im Bereich der Hauptstraße wird der Querschnitt der Bundesstraße etwas aufgeweitet, sodass der Verkehr auch fließen kann, wenn Linksabbieger anhalten. Für eine echte Linksabbiegerspur fehle leider der Platz, so die Planer.

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