Blick durch die Legdener Brille

Neuheit

Heimatverbundenheit sieht jetzt blau aus und kann deutlich nach außen demonstriert werden. Zumindest, wenn man Brillenträger ist.

LEGDEN

, 21.09.2017, 18:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Blick durch die Legdener Brille

Augenoptikerin Lena Rewers trägt den Legden-Bügel, auf dem auch der typische Doppelturm der Kirche St. Brigida abgebildet ist.

Legdens Kirche St. Brigida, Asbecks Dormitorium, dazu eine Dahlie und die Silhouette eines Radfahrers – die filigranen Linien symbolisieren die Wahrzeichen Legdens. Die Idee dazu hatte Frank Droppelmann. „Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, für Legden eine eigene Brille anzubieten“, erzählt der Geschäftsführer des gleichnamigen Fachgeschäfts an der Hauptstraße 31. „Jetzt zum Jubiläum 925 Jahre Legden und Asbeck war die richtige Zeit gekommen.“

Die Qual der Wahl

Seit einiger Zeit führt er bereits eine Kollektion, bei der man Bügel und Gestelle wechseln kann. Gemeinsam mit Grafikdesigner Oliver Hartmann aus Münster hat er den Legdener Bügel entwickelt. Nach einem Interview zu den Besonderheiten des Dorfes entwarf Hartmann erste Skizzen. „Wir hatten die Qual der Wahl“, erzählt Droppelmann. Hunnenporte, Stiftskirche, es hätte viele weitere Wahrzeichen gegeben. „Aber wir wollten auch zeitgemäß sein“. So schafften es eben auch der Fahrradfahrer als Symbol für den Tourismus und die stilisierte Dahlie auf die Brille. Gerne hätte Droppelmann auch Asbeck als Schriftzug aufgenommen. Doch für beide Wörter war kein Platz.

Positive Resonanz

Im Vorfeld, so erzählt der Legdener, hat er herumgefragt. „Gute Idee“, so erzählt er von Reaktionen, sei es von Bürgermeister Friedhelm Kleweken oder Bernhard Laukötter, dem Vorsitzenden des Asbecker Heimatvereins. Die Farbe blau war schnell gewählt, weil „sie sehr gut zu allem passt“. Den rosa Schriftzug allerdings habe ihm seine Frau schnell ausgeredet. „Das wird kein Mann tragen“, war ihr schlagendes Argument. Optimistisch ist er, dass seine Investition sich auszahlt ist er auch, weil er in Legden bereits rund 160 Kunden hat, die Gestelle mit Wechselbügeln tragen. Stimmt die Nachfrage, könnten weitere Farben folgen.

„Die Identifikation mit dem eigenen Ort wird mehr“, nennt Frank Droppelmann einen weiteren Grund für die Legden-Brille. „Die Gestelle werden exklusiv für uns gedruckt“, erläutert er. Legden dürfte damit der kleinste Ort in der Serie sein und befindet sich in bester Gesellschaft mit Orten wie Amsterdam, Berlin, London, New York oder Sydney. In der Umgebung sind Ahaus, Bocholt, Steinfurt und Münster dabei.

Wenig im Touristikbüro

Gut findet die Idee auch Josefa Hemker, die für „Touristik Legden und Asbeck“ Dahlien- und Stiftsdorf möglichst bekannt machen möchte. Doch wer hier bei einer Radtour vorbeikommt, eine Führung im Dahliengarten besucht oder hier Urlaub macht, hat wenig Chancen, eine bleibende Erinnerung mitzunehmen. Josefa Hemker verweist auf ein paar kleine Aufkleber mit dem Legdener Wappen. Früher, so erzählt sie, wurden auch mal Regenschirme und Handtücher mit Legden-Motiven angeboten. Beides gibt es seit Langem nicht mehr. So bleibt zurzeit in ihrem Büro im Taubenturm an der Hauptstraße 17 nur der Griff zum Dahlienlikör.

www.droppelmann-legden.de

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