Blumenkorsoverein und Wilhelm Schwieters verkauften ausgefallene Dahliensorten

Knollenmarkt

„Arabian night“, „Safe shot“, „Tartan“ oder „Berliner Kleene“ sind keine Namen von irgendwelchen Musikgruppen oder Chören. Es sind die Namen von Dahlienzüchtungen aus dem Legdener Dahlienzuchtbetrieb von Wilhelm Schwieters.

LEGDEN

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 13.05.2013, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jochen Velske, seine Frau Ute (l.) und seine Mutter Karin kommen aus Troisdorf einmal im Jahr ins Münsterland. Diesmal entdeckten sie den Dahlienknollenmarkt und kauften für den heimischen Garten ein.

Jochen Velske, seine Frau Ute (l.) und seine Mutter Karin kommen aus Troisdorf einmal im Jahr ins Münsterland. Diesmal entdeckten sie den Dahlienknollenmarkt und kauften für den heimischen Garten ein.

Wer wollte, konnte Wilhelm Schwieters und die Dahlienexperten des Vereins „Blumenkorso Legden“ um Rat fragen. Angelika Hoffmann ist eine der helfenden Mitglieder des Vereins. „Die Leute standen schon kurz vor neun Uhr Schlange, als wir offiziell den Markt aufmachten. Aus einem Umkreis von mindestens 40 Kilometern kommen die Menschen, um Dahlien bei uns zu kaufen“, sagte Hoffmann. Renner der Saison seien die Lila- und Rottöne, bestätigte Schwieters den Trend der Käufer, die häufig nach reiner Optik kaufen. Immer wieder wurde Schwieters um Rat gefragt, wie man aus den unscheinbaren Knollen blühende Pflanzen erhält. „Pflanzen Sie die Knollen drei Finger unter der Erde bei Frauen und zwei Fingerbreit bei Männern. Vorher können sie die Knolle maximal zwei Stunden ins Wasser legen. Sie sollten nicht zu viel düngen, sonst entwickelt sie zu viel Laub und weniger Blüten. Nach dem ersten Frost sollten sie die Knollen aus der Erde holen und kühl, trocken und ohne Zugluft an einem dunklen Ort lagern“, lieferte Schwieters die Rezepte für den größtmöglichen Blüherfolg gleich mit. Deutlich wird die jahrzehntelange Erfahrung des 60-jährigen Züchters, dessen Vater 1933 den Dahlienzuchtbetrieb gründete.

„Wir wollen zu einem Dahliengarten mitten in Legden kommen, in dem alle Sorten blühend zu sehen sein werden“, umriss Hoffmann das Projekt der Zukunft. Bürgermeister Friedhelm Kleweken bestätigte die Pläne, die im Zuge der Regionale 2016 umgesetzt werden sollen: „Seit zwei Jahren planen wir eine Parkanlage, in der die Dahlien dominant sind. Wir sind dabei, die Finanzierung dafür zu sichern. Die Idee finde ich gut.“

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