So kann man Kinder für Demokratie begeistern

rnKommentar

Dass Ideen von Grundschülern im Rat einer Kommune diskutiert werden, das gibt es nicht allzuoft in diesem Lande. Legden macht es vor. Dazu ein Kommentar.

Legden

, 05.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Sitzung des Legdener Gemeinderats sollte Schule machen. Mit welcher Wertschätzung die Politiker den Kindern der Brigidenschule begegnet sind, das war schon beispielhaft. Es fing schon damit an, dass jedes Ratsmitglied aufstand und sich mit Namen und Partei vorstellte.

Bürgermeister Friedhelm Kleweken berichtete dann ausführlich und kindgerecht, wie die Gemeindeverwaltung aus den Ideen der Kinder Vorschläge gemacht hat. Dass sich zwei Kinder zwischendurch mit neuen Tipps meldeten, zeigte, dass sie sich ernst genommen fühlten.

Sie können stolz auf ihren Erfolg sein

So können sie jetzt ihren Eltern und Großeltern erzählen, dass sie es geschafft haben, etwas für den Klimaschutz zu tun. Vielleicht wäre ja sowieso eine Photovoltaikanlage installiert worden, wie sie das Schulparlament zur CO²-Einsparung vorgeschlagen hatte. Doch jetzt können sich die Kinder diesen Erfolg auf ihre Fahnen schreiben. Und auf einem Monitor werden sie demnächst sicher mit Stolz ablesen, wie viel Strom und CO² in ihrer Schule eingespart wird.

„Denk an Deine Umwelt“, „Wir möchten eine saubere Zukunft“, „Bitte die Mülleimer benutzen“ stand auf den Plakaten, mit denen die Brigidenschüler im Juni zum Rathaus marschiert sind. „Wir verstehen euch“, war am Montag das Signal aus dem Gemeinderat.

Wenn jetzt wie in der Sitzung angekündigt die Diskussion zu Themen wie Mülleimern im Schulparlament fortgeführt wird, lernen die Kinder weiter, dass sie bei alltäglichen Dingen mitbestimmen können und was Demokratie bedeutet. Und vielleicht sitzt ja eines der Kinder in 20 oder 30 Jahren selbst in einem Gemeinderat.

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