Bürgermeister-Stichwahl: Und der Wohnort spielt doch eine Rolle

rnBürgermeister-Stichwahl 2020

Ein Blick auf die Wahlbezirke zeigt: Der Wohnort der Kandidaten spielte durchaus eine Rolle. Die Ergebnisse der Briefwahlbezirke wurden erst Montagmittag veröffentlicht. Die Gründe.

Legden

, 28.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange mussten die Legdener auf die Ergebnisse der beiden Briefwahlbezirke warten – und als sie da waren, wurden in der Übersicht nur das Gesamtergebnis und die Wahlbeteiligung angezeigt – nicht die einzelnen Zahlen. „Das war ein Problem der Software“, erläuterte Wahlleiter Jürgen Göckemeyer am Montagvormittag.

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Gleich am Sonntagabend hatten sich die Verantwortlichen im Legdener Rathaus mit dem Software-Dienstleister in Verbindung gesetzt. Der Anbieter löste das Problem erst am Montagmittag. Dann konnte jeder die absoluten und Prozentzahlen auf der Internetseite der Gemeinde sehen. Den Briefwahlbezirk eins (Wahlbezirke 1, 2, 3 und 5) holte sich Dieter Berkemeier mit 70,5 Prozent klar vor Bernhard Laukötter (29,5 Prozent). Dagegen hatte der CDU-Kandidat im Briefwahlbezirk zwei (Wahlbezirke 4, 6, 7, 8, 9 und 10) hauchdünn die Nase vorn mit 50,6 Prozent gegenüber 49,4 Prozent für den parteilosen Kandidaten.

Bei den Wahlbezirken stand es am Ende 8:4

Acht Wahlbezirke insgesamt gingen an Dieter Berkemeier, vier an Bernhard Laukötter. Am Ende konnte Dieter Berkemeier 2058 Stimmen auf sich vereinigen, bei der Bürgermeisterwahl am 13. September, als auch noch Gerd Heuser (UWG) als dritter Kandidat zur Wahl stand, waren es 1655. Bernhard Laukötter holte am Sonntag 1676 Stimmen und konnte damit weniger Wähler gewinnen als noch am 13. September, als 1735 Stimmen auf ihn entfielen.

Und der Wohnort spielt doch eine Rolle

Ein Blick auf die Tabelle, die die Gemeinde zu den Wahlergebnissen in Legden und Asbeck anbietet, zeigt, dass der Wohnort doch eine große Rolle spielte. Bernhard Laukötter verbesserte in den Asbecker Wahlbezirken noch einmal sein Ergebnis vom 13. September, vor allem im Dormitorium von 83,7 auf 91,3 Prozent. Bei Reers stieg das Ergebnis von 81,4 auf 85,8 Prozent, im Außen-Wahlbezirk Mensa Sekundarschule von 52,3 auf 54,2 Prozent.

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In der Ortsteil-Übersicht auf der Internetseite der Gemeinde fehlen die Ergebnisse der Briefwahlbezirke – diese wurde nicht den Wahlbezirken der Briefwähler zugeordnet. Für die persönlich abgegebenen Stimmen ergibt sich folgendes Bild: In Asbeck gibt es 1032 Wahlberechtige, 54,9 Prozent gingen persönlich zur Wahl und davon entschieden sich 88,7 Prozent für den Kandidaten Laukötter und 11,3 Prozent für Berkemeier.

Umgekehrt verzeichnete der parteilose Kandidat Dieter Berkemeier in Legden 67,3 Prozent der Stimmen, an Bernhard Laukötter entfielen 32,7 Prozent. In Legden nutzten 30,7 Prozent der 4844 Wahlberechtigen die Wahl-Möglichkeit am Sonntag.

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