Bürgerspaziergang öffnet Augen für die Zukunft

Legden und Asbeck

Nicht die fehlende Beleuchtung in der Straße oder ein überbordender Schilderwald standen im Fokus des Legdener Bürgerspaziergangs, sondern ein Blick auf Visionen für die Zukunft beider Orte bis in das Jahr 2030.

LEGDEN

von Sabine Sitte

, 24.04.2016, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgerspaziergang öffnet Augen für die Zukunft

Magentafarbene „Erzählpunkte“ markierten die Stationen des Bürgerspaziergangs durch den Ort.

So wanderte eine Schar neugieriger Bürger, optimistischer Fantasten und realistischer Planer am Samstagnachmittag durch das Dahliendorf auf den Spuren des Regionale-Projekts „Zukunftsdorf“, in dem der demografische Wandel im Mittelpunkt steht. Ein großes Stück Zukunft lag bereits am Ziel des Spaziergangs. „Die heutige Jugend ist die Generation, die den Ort aktiv mitgestalten und erleben wird“, sagte Anke Schmidt in der Abschlussrunde vor dem Jugendtreff „Pool“. Die Konzeptentwicklerin der Berliner Agentur „Landinsicht“ begleitet das Regionale-Projekt, und hat den Bürgerspaziergang moderiert.

„Erzählpunkte“

Innerhalb dreier Stunden begaben sich die Wanderer auf eine Tour vom Ortseingang am Ende der alten Asbecker Allee über die Hauptstraße zum Dahliengarten, dem Gesundheitszentrum, über das Wohngebiet im Feldkamp bis zum Platz vor dem Jugendtreff. Jede der Stationen war mit einem magentafarbenen „Erzählpunkt“ markiert. Zu Wort kamen Planer, Initiatoren oder Anwohner, die mit diesen Orten eng verbunden oder mit deren Zukunftsvisionen verwoben sind.

„Einiges ist bereits in der Planung“, wusste Anke Schmidt und verwies auf die Umgestaltung der Hauptstraße. „Anderes ist schon konkret umgesetzt.“ Wie der Dahliengarten, der im vergangenen Herbst neu eröffnet wurde. Allerdings gäbe es auch viele Projektbausteine, die auf den ersten Blick nicht sichtbar seien oder noch in ferner Zukunft lägen, so Schmidt. Gemeint sind das „Wissenscamp“, das zum Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen ins Leben gerufen wurde, und das Modellprojekt der Telemedizin.

Zum Greifen nah liegt die Realisierung der Nah-Mobilität: Ein Bürgerauto soll zukünftig die Verbindung zwischen Asbeck und Legden erleichtern. Für Bürgermeister Friedhelm Kleweken hat sich der Spaziergang gelohnt: „Ich kenne im Grunde jedes einzelne Teilprojekt“, sagte er, doch alles im Kontext zu hören, führe zu neuen Gedanken. Wo gäbe es Defizite im Konzept, wo müsse nachjustiert werden? Auch Anke Schmidt hat etwas mitgenommen: „Die Menschen in Legden und Asbeck sind mit der Erfüllung ihrer Visionen schon sehr weit.“

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