Bürokratie-Boykott ist erster Schritt

Ärzte-Proteste

Dr. Volker Schrage ist sauer – und nicht nur er: Die meisten der rund 13 000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten, die Schrage als Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe vertritt, seien aus Ärger über den Honorar-Beschluss in den Bürokratie-Streik getreten – weitgehend unbemerkt von Patienten.

LEGDEN

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 12.09.2012, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Weitere Protestaktionen behalte sich die Kassenärztliche Vereinigung vor. „Nur wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sind, denken wir auch an Praxis-Schließungen“, versichert Schrage. Er macht klar, dass es ihm und seinen Kollegen nicht um ihr persönliches Einkommen gehe: „Wir denken an unsere Mitarbeiter und an notwendige Investitionen in den Praxen“ – etwa den inzwischen geforderten behindertengerechten Umbau. Mit einer Honorarerhöhung um 0,9 Prozent – die Ärzten hatten elf Prozent gefordert – sei das nicht zu machen. Die starre Haltung der Kassen sei besonders unverständlich angesichts ihrer Rekordreserven.

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