Dieter Berkemeier macht Haustürwahlkampf und spricht mit Unternehmern

rnKommunalwahl 2020

Dieter Berkemeier ist in Sachen Wahlkampf unterwegs. Der unabhängige Bürgermeisterkandidat klingelt an Legdener Haustüren und besucht gezielt Unternehmen. So wie am Montag „Fresh and Cool“.

Legden

, 01.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An einem normalen letzten Montag im August wären in der Lagerhalle des Getränkefachgroßhandels Grünewald keine Bank und kein Tisch mehr gestapelt. Alle Bierzeltgarnituren hätten auf dem Düstermühlenmarkt gestanden. Aber dieser Publikumsmagnet ist im Jahr der Corona-Pandemie ausgefallen, wie so viele Veranstaltungen auch in Legden.

Dieter Berkemeier spricht mit Unternehmern

So kann der unabhängige Bürgermeisterkandidat Dieter Berkemeier in Rahmen seiner Wahlkampfbesuche auch am Windmühlenweg Station machen und einen Blick auf die gestapelten Tische und Bänke werfen in der Lagerhalle gleich neben dem Getränkemarkt „Fresh and Cool“. „Normalerweise wäre da jetzt alles leer“, sagt Marktleiter Bernd Thor. Der Bürgermeisterkandidat hakt nach: Ob denn das Geschäft im Getränkemarkt besser laufe in Coronazeiten?

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Bernd Thor nickt. Der Getränkemarkt habe guten Zuwachs gehabt. Nachdem die Gastronomiebetriebe wochenlang geschlossen gewesen seien, würden diese ja nun auch wieder beliefert, erzählt Bernd Thor. Und zeigt beim Gang durch eine der drei Lagerhallen auf die Ware, die an die Legdener Gastronomen, an Pflegeheime oder auch Clubheime ausgeliefert wird und die schon vorsortiert ist.

Drei Festangestellte und zwei Aushilfen sind beim Getränkefachmarkt und -großhandel beschäftigt, aktuell in Kurzarbeit, wie der Marktleiter ergänzt. Auch wenn der Getränkeverkauf gut läuft: Ausliefern und Ware wieder abholen, fällt eben aus. Weil die Großveranstaltungen ausfallen.

„Wie kann die Kommune Euch unterstützen?“

„Aber wir hatten ja das Pokalfinale“, sagt Bernd Thor. SpVgg Vreden und SuS Stadtlohn traten am Sonntag im Dahliendorfstadion vor 300 Zuschauern gegeneinander an. Da wurden mal wieder einige Getränke verkauft. Abfedern können diese kleineren Veranstaltungen die großen Verluste aber nicht. Auch Erntedank- und Oktoberfeste werden ausfallen. „Wie kann die Kommune euch unterstützen?“ fragt Dieter Berkemeier und ergänzt schmunzelnd „ohne, dass sie mehr trinkt?“

Bernd Thor betont, dass der Kontakt zur Gemeindeverwaltung sehr gut sei. Und der Dahlientaler, der nach Ratsbeschluss zu 25 Prozent mit einem Zuschuss aus der Gemeindekasse subventioniert ist, findet seine Zustimmung. „Hilft der?“ fragt Dieter Berkemeier, und Bernd Thor nickt. „Das ist auch gut, dass er begrenzt ist“, sagt er. Heißt: Die Leute lösen die Dahlientaler schon fleißig ein.

Online-Handel macht Getränkefachmarkt nicht so sehr zu schaffen

Ob der Online-Handel eine Konkurrenz für den Getränkehändler in Legden darstellt, will Dieter Berkemeier wissen. „Hier im Ländlichen eher nicht“, sagt Bernd Thor. Und schließlich werde ja auch in Legden an Kunden geliefert, „bis dahin, wohin wir es tragen sollen.“

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Vor den Getränkekisten mit vielen Sorten unterschiedlichen Mineralwassers kommt Bernd Thor auf die verschiedenen Flaschen zu sprechen. „Seit dem vergangenen Sommer steigt die Nachfrage nach Glasflaschen wieder“, erzählt er. Dieter Berkemeier stimmt ihm zu: „Ich stehe auch auf Glas.“ Kopfschüttelnd hört der Bürgermeisterkandidat, dass manche Kunststoffflaschen nicht wieder genutzt, sondern geschreddert werden. Der Marktleiter betont, dass die Mitarbeiter des Getränkefachmarkts alles an Leergut sortenrein sortieren, bevor es zur Wiederbefüllung geht. „Nachhaltig“, lobt Berkemeier.

Haustürwahlkampf: „Da muss man sich drauf einlassen“

Beim Gang durch die Regale hört der Bürgermeister einiges über die Favoriten der Legdener, was Getränke angeht. Und dass in Schützenfest-Zeiten 20 Fassbiere im Angebot sind. Vom Getränkemarkt aus geht es für Dieter Berkemeier weiter: Haustürwahlkampf. „Da muss man sich drauf einlassen“, sagt der Bürgermeisterkandidat. Man merke schnell, wenn jemand keine Zeit oder kein Interesse habe, das sei dann auch gut. In anderen Fällen habe es schon lange Gespräche gegeben. „Und ich bin in einige Stichstraßen hineingegangen, in denen ich vorher noch nie war“, sagt er schmunzelnd.

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