Dieter Berkemeier wird als Bürgermeister keiner Partei verpflichtet sein

rnBürgermeister in Legden

Den parteilosen Dieter Berkemeier haben die Legdener zum Bürgermeister gewählt. Seit 30 Jahren arbeitet der künftige Chef schon im Rathaus. Das macht manches einfacher bei der Übergabe.

Legden

, 29.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 27. September liegt schon einige Zeit zurück. Der Tag der Stichwahl, an dessen Ende Dieter Berkemeier als künftiger Bürgermeister von Legden feststand. Am Montag, 2. November, wird für den ihn der erste Arbeitstag im Chefsessel der Legdener Gemeindeverwaltung sein, am 16. November wird er die erste Ratssitzung leiten. Wie bereitet sich der 56-Jährige darauf vor?

Dieter Berkemeier hat einen Vorteil: Er muss den Arbeitsort nicht wechseln, wenn er in Vorbereitung auf sein neues Amt Fragen an Rathausmitarbeiter hat. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet der Legdener schließlich selbst in der Gemeindeverwaltung, zuletzt als stellvertretender Fachbereichsleiter Bürgerservice und Soziales.

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Und das nimmt im Moment auch bei aller notwendigen Vorbereitung noch viel Raum ein: „Ich habe ja auch noch meine normale Arbeit zu erledigen“, bringt Dieter Berkemeier es auf den Punkt. Am Montag nach der Wahl hatte er sich Urlaub genommen, im Vorfeld, wie er betont. „Egal, wie es ausgegangen wäre.“

Der Dienstag drauf war dann kein ganz normaler Arbeitstag: Es gab viele Glückwünsche, „persönlich von Kollegen, als Brief oder per Mail“, blickt der künftige Bürgermeister zurück. Dann stand die „normale Arbeit“ im Vordergrund. Eine Woche Urlaub gönnte sich Dieter Berkemeier noch. „Da war doch eine Menge Anspannung. Erst der Wahlkampf und dann noch die Verlängerung bis zur Stichwahl on top“, stellte er im Nachhinein fest.

Übergabe in neues Amt läuft mit vielen Gesprächen

Aber nun geht es in die Vollen. Die aktuell wichtigen Themen hatte er schon als Kandidat auf dem Schirm. Mit dem noch bis 31. Oktober amtierenden Bürgermeister Friedhelm Kleweken habe er viele Gespräche geführt, „wir sind ja beide im Rathaus“, verweist Berkemeier auf den kurzen und unkomplizierten Dienstweg.

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Mit dem Bürgermeister und den jeweiligen Fachbereichsleitern habe er sich getroffen, auch habe er schon an den Fachbereichsleiter-Runden teilgenommen. „Die Übergabe läuft, da hat Friedhelm Kleweken mich eingebunden“, sagt Berkemeier.

Das aktuell wichtige Thema Corona und der Umgang damit habe überall mit hereingespielt. „Damit habe ich aber ja auch jetzt schon zu tun.“ Für seine Nachfolge im Rathaus sind die Vorbereitungen auch schon getroffen, die Stelle ist ausgeschrieben. Da wird er in seiner ersten Zeit als Bürgermeister auch noch bei der Einarbeitung des neuen Kollegen/der Kollegin helfen müssen.

Konstituierende Ratssitzung findet am 16. November statt

Die Vorbereitung der konstituierenden Ratssitzung, die am 16. November stattfindet, liegt in erster Linie beim zuständigen Fachbereichsleiter Jürgen Göckemeyer. Es geht dann unter anderem auch um die Hauptsatzung. Feierlich wird es aber auch: Die ehemaligen Ratsmitglieder werden verabschiedet, die neuen Mandatsträger ebenso wie der Bürgermeister vereidigt. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr – wo, werde noch festgelegt, so Dieter Berkemeier.

Im Gemeinderat kommt Dieter Berkemeier eine besondere Rolle zu: Er könnte bei einigen Beschlüssen das „Zünglein an der Waage“ sein. Die CDU hat zehn Sitze, SPD und UWG jeweils fünf. „Das kann schon sehr entscheidend sein. Das wird spannend“, blickt der künftige Bürgermeister dem kommunalpolitischen Betrieb entgegen.

Dieter Berkemeier wird als Bürgermeister keiner Partei verpflichtet sein

Er betont im Gespräch mit der Redaktion nochmals eine Unabhängigkeit und Parteilosigkeit. „Ich habe keine Verpflichtungen. Auch nicht der SPD und der UWG gegenüber, die mich im Wahlkampf und vor der Stichwahl unterstützt haben. Das habe ich vorher so kommuniziert.“

Noch nicht mit allen Fraktionen habe er Gespräche geführt, wolle sich aber jetzt darum kümmern. Vor der ersten Ratssitzung wolle er sich natürlich mit CDU, SPD und UWG getroffen haben.

„Ich habe im Moment mit meiner normalen Arbeit genug zu tun“, sagt Dieter Berkemeier. Manchmal aber denke er kurz an sein künftiges Amt, „mit Respekt, Demut und Freude“.

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