Dorf Münsterland prägt die Kriminalitätsstatistik

Legden wird sicherer

Es lebt sich sicher in Legden. Das vermitteln zumindest die aktuellen Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik. Ein Rückgang der Gesamtstraftaten um 17,8 Prozent belegt das. Im gesamten Kreisgebiet wurde lediglich ein Rückgang von 3,2 Prozent notiert.

LEGDEN

, 16.03.2017, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

393 statt 478 Straftaten, also 85 weniger als 2015: "Das bedeutet eine Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls", sagt Frank Rentmeister (Foto), Sprecher der Kreispolizei. Besonders auffällig: Im Bereich der Straßenkriminalität ging die Zahl der Straftaten von 185 auf 132 und damit um 28,6 Prozent zurück. Das ist umso beachtlicher, als die Fahrraddiebstähle, die hier enthalten sind, nahezu unverändert blieben. "Das ist ein super gutes Zeichen", bewertet denn Rentmeister diese Zahl. Allein bei den Körperverletzungen wurden 49 und damit 28 Fälle weniger angezeigt.

Gewaltkriminalität

Im Vergleich zu den anderen Gemeinden im Kreis ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, in Legden allerdings weiterhin am vierthöchsten, bei Gewaltdelikten sogar mit Abstand am höchsten. Die Kriminalhäufigkeitszahl zur Gewaltkriminalität sagt aus, dass bei 100000 Einwohnern 313 Menschen in Legden betroffen wären, in Heek wären es 59, in Ahaus 146. Aber auch hier relativiert Rentmeister. Grund ist das Dorf Münsterland, wo es zwangsläufig zu Gewaltdelikten und Körperverletzungen - wenn auch weniger als im Vorjahr. In Legden selbst merkt man also wenig davon.

Präventionskonzept hat gegriffen

Erläuterungsbedarf gibt es auch bei den Wohnungseinbrüchen. 16 wurden im vergangenen Jahr in Legden gezählt und damit acht mehr als im Jahr davor, aber immerhin vier weniger als 2014. "2015 war ein Superjahr", so Rentmeister. Während bundesweit die Einbruchszahlen stiegen, gingen sie kreisweit zurück. Damals griff das neue Präventionskonzept, so der Polizeisprecher.

Grund für die schlechteren Zahlen war dann ein Verdrängungseffekt. Als nach der Silvesternacht in Köln in den Ballungsgebieten die Polizei sehr präsent war, wichen die Einbrecher aus. "Nach Norden, die A31 hoch und dann je nach Gefühl rechts oder links ab", so beschreibt es Rentmeister. Das hat sich im ersten Quartal 2016 spürbar in den Einbruchszahlen gezeigt. "Wir haben das analysiert, das Konzept verfeinert", sagt er. So wurde genau ausgewertet, welche Orte besonders betroffen waren, und zu welchen Tageszeiten die Einbrecher meist zuschlugen. Verstärkt waren hier dann Beamte unterwegs. Das hat sich ausgezahlt, so Rentmeister. "Ende des Jahres waren die Zahlen wieder gut."

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