Engel als Begleiter durch die Adventszeit

Weihnachtsausstellung

Engel haben für viele Menschen eine besondere Bedeutung. Manche fühlen sich von einem Schutzengel in ihrem Leben begleitet. Andere sehen Engel als Vermittler im Gebet. Engel begleiten das Leben Christi. Das erklärt, warum sie gerade in der Adventszeit so beliebt sind. Rudolf van Wüllen hat sie jetzt zum Thema seiner Weihnachtsausstellung gemacht.

ASBECK

, 07.12.2016, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Engel als Begleiter durch die Adventszeit

Robert van Wüllen im Wappensaal mit einer Engelfigur von 1925, die er als Leihgabe erhalten hat.

Viele der Objekte, die er im Wappensaal im Kreuzgang ausstellt, zeigt er zum ersten Mal oder nach vielen Jahren wieder. Schließlich kommen jedes Jahr Stammbesucher in seine Ausstellung, denen er Neues bieten will. Van Wüllen hält auf Märkten immer wieder Ausschau nach schönen Objekten. "Ich bekomme aber auch viel geschenkt", erzählt er. Oft ist gerade die Ausstellung Anlass für Besucher, etwas zu stiften.

Für den Asbecker sind Engel "Boten der Freude". Die Bandbreite ist sehr groß. Da ist zum einen ein Engelkopf, der vor Jahrzehnten noch in der Asbecker Stiftskirche zu sehen war. "Er stammt wahrscheinlich vom Hochaltar", erzählt van Wüllen. Er wurde 1865 abgebrochen.

Margarinekrippen

Auf der anderen Seite liegen in den Vitrinen viele kleine Figuren aus Plastik nebeneinander: Engel, Hirten, Könige, Tiere, Palmen. "Das sind Margarinekrippen", erzählt der Asbecker, der sich noch daran erinnern kann, wie in den 1950er-Jahren diese Figuren in der Weihnachtszeit den Margarinepackungen beilagen. In diesem Jahr stellt van Wüllen sie erstmals aus. Schon bekannt bei den Asbeckern ist dagegen eine Margarinekrippe in einem Schaukasten, in dem Josef, Maria und all die anderen Akteure der Weihnachtsgeschichte wirkungsvoll drapiert sind. In eine ähnliche Kategorie fallen Poesiealbumaufkleber oder alte Postkarten. Amüsant sind auch die Seifen in Engelform, die 1950 hergestellt wurden.

Eine Vitrine weiter sind Engel zu sehen, die eine Muschel halten und damit früher in Kirchen als Weihwassergefäß dienten. Ein sehr schönes Exemplar stammt aus der Zeit um 1900. Deutlich älter ist ein Engel aus Papier. Um 1830 stammt ein Engel aus einer Papierkrippe des österreichischen Historienmalers Josef von Führich. Auch ein dicker Stoff, der mit Silberfaden bestickt wurde und ein Engelmotiv zeigt, fällt auf.

Bretterkrippe

Natürlich fehlen auch Krippen nicht in der Weihnachtsausstellung. Dazu gehört eine dreiteilige Bretterkrippe. Ursprünglich konnten vor einem Hintergrund drei andere Gruppen aufgebaut werden. Van Wüllen hat den Hintergrund kopiert und zeigt nun alle drei Versionen nebeneinander.

Die Ausstellung ist zu sehen im Kreuzgang, Stiftsstraße 6, bis Ende Januar, Di-Fr 9.30-12.30 Uhr + 14-18.30 Uhr, Sa 9.30-16 Uhr, So 14-18 Uhr

 

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