Entlassfeier an der Brigidenschule mit Überraschung für die Schüler

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Eigentlich hätte die Brigidenschule in diesem Frühjahr einen Zirkus zu Gast gehabt. Corona hat das verhindert. Stattdessen gab es jetzt am letzten Schultag eine Überraschung.

Legden

, 26.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Zirkusprojekt ist alle vier Jahre ein Höhepunkt an der Brigidenschule in Legden. Im März kam die Coronakrise dazwischen. Im Vorfeld hatte die Schule einige Spenden eingetrieben, ohne die solch ein teures Projekt nicht laufen kann. „Wir dürfen sie für andere Zwecke behalten“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Doris Borgert.

Der größere Teil der Spendengelder soll in ein „grünes Klassenzimmer“ investiert werden, das auf der Rasenfläche zwischen dem Neubauflügel und dem Altbau entstehen soll. Geplant sind Bänke, Tische und eine Außentafel. „So können wir unseren Unterricht je nach Inhalt und Stimmung auch nach draußen verlagern. Lernen mit allen Sinnen erwünscht“, sagt Doris Borgert.

Sie hatte erfolgreich an einer Projektausschreibung der Stadtwerke Gronau teilgenommen, vor Ort unterstützten die Volksbank Legden und Provinzial Hintemann. Doris Borgert: „Wir werden allen Schulkindern am Freitag einen Regenbogenbuntstift mit einem kurzen Brief von uns überreichen. Dafür haben wir einen kleinen Teil der Spendengelder genutzt.“

Abschluss für alle Klassen auf dem Schulhof

Am Freitag trafen sich alle zwölf Klassen zum Abschluss des Schuljahrs auf dem Schulhof, jede in einem separaten Bereich. „Es ist ein Riesenglück, dass wir einen so großen Schulhof haben. Und dass das Wetter stimmt“, sagte Schulleiterin Silvia Florack. Denn in der Turnhalle hätten alle Klassen keinen Platz gehabt.

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Die Abschlussfeiern der vierten Klassen fanden am Standort an der Wibbeltstraße bereits am Donnerstag statt. Pastoralreferent Daniel Tenbrink hielt auf dem Schulhof einen Wortgottesdienst. Dazu waren auch die Elternvertreter eingeladen. Für ihre Paten sangen die Erstklässler ein Abschiedslied. Am Freitag kam Tenbrink dann nach Asbeck, wo die beiden jahrgangsgemischten Klassen ihre Viertklässler ebenfalls auf dem Schulhof verabschiedeten. Die klasseninternen Feiern konnte es in diesem Jahr nicht geben. Silvia Florack betont: „Es ist aber ein würdige Verabschiedung geworden.“

Schüler und Lehrer haben jetzt Ferien. In der offenen Ganztagsbetreuung geht es weiter. In den ersten beiden Wochen werden hier 23 Kinder betreut. Bereits vor der Coronakrise hatte die Brigidenschule den Bedarf abgefragt. Jetzt aktuell wurde dann erst einmal der Bedarf abgefragt, den Eltern haben, die wegen der aktuellen Corona-Situation dringend auf eine Betreuung angewiesen sind, weil sie beispielsweisen ihren Urlaub schon früher nehmen mussten.

Erst wurden Eltern gefragt, wie auf Ferienbetreuung dringend angewiesen sind

Danach gab es Meldungen für elf Kinder in der ersten und neun Kinder in der zweiten Ferienwoche. So hatte Bürgermeister Friedhelm Kleweken in der Sitzung des Gemeinderats informiert.

Silvia Florack erläutert. „Wir haben dann alle Eltern kontaktiert, die sich bereits vor der Coronakrise gemeldet haben.“ Abgefragt wurde sogar der gesamte Zeitraum von sechs Wochen, wochen- und sogar tageweise Es gab allerdings, so die Schulleiterin, abgesehen von zwei Familien, die Bedarf in der dritten Woche hatten, nur Meldungen für die ersten beiden Wochen.

Deshalb werden jetzt in diesen beiden Ferienwochen Kinder in der OGS betreut. Manche kommen die ganze Zeit, andere nur bestimmte Tage. Ganz normal wie in den Vorjahren wird das nicht. Abstand, Hygiene, Mundschutz – auch das gehört zum Ferienspaß. Auch welche Aktionen stattfinden können, wird genau auf die Corona-Regeln hin abgeklopft. OGS-Leiterin Lisa Frieling: „Wir wollen möglichst viel draußen sein.“

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