Projekt „Hey Lena!“

Es geht los: Projekt „Hey Lena!“ kommt nach viel Bürokratie ins Rollen

Lang hat es gedauert, aber jetzt starten Thomas Hackenfort und Stefan Hochstadt mit ihrem Pilotprojekt endlich durch. Der erste Workshop fand bereits statt und es sind viele gute Ideen entstanden.

Aus insgesamt 222 Bewerbern wie Kommunen, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und anderen Akteuren, wurden nur 13 für ein vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) gefördertes Pilotprojekt ausgewählt. „Es ist verrückt“, sagte Thomas Hackenfort vom Projekt „ Hey Lena!“ bereits im April im Gespräch mit der Redaktion.

Verrückt scheint es auch, dass seit der Mitteilung über die Förderzusage bis hin zum endgültigen schriftlichen Bescheid rund neun Monate vergangen sind. Oft wurde Thomas Hackenfort in Legden bereits darauf angesprochen, wann es denn mal losginge, was denn bisher passiert sei und was noch geplant ist.

Verknüpfung von der Online- und Offline-Welt

Das Projekt „Hey-Lena!“ soll für eine engere Verknüpfung von der Online- und Offline-Welt und damit für eine Angleichung der Fähigkeiten der Menschen sorgen. So soll die digitale Lücke, die beispielsweise durch die verschiedenen Generationen innerhalb der Gemeinde nur natürlich sind, geschlossen werden.

Das Projekt heißt übrigens deswegen sowie es heißt, weil es sich ähnlich anhört wie: „Hey Siri“, dem Smartphone-Sprachassistenten. Auch bei „Hey Lena!“ sollen nach Möglichkeit kompetente Antworten gegeben werden.

Monatelange Bürokratie

Etwas unangenehm war Thomas Hackenfort, dass er die Fragen der Legdener nie wirklich beantworten konnte, denn die endgültige Förderzusage fehlte bis zuletzt. „Jetzt ist sie endlich da und es kann losgehen“, sagt Thomas Hackenfort hörbar erleichtert im Gespräch mit der Redaktion am Freitag, 10. September.

Am Donnerstagnachmittag ist der Bescheid endlich schriftlich angekommen, nachdem Thomas Hackenfort und sein Kollege Stefan Hochstadt sich monatelang mit Bürokratie rumschlagen mussten. Denn immer wieder mussten die zwei Formulierungen in den Anträgen umändern, Nachfragen zum Projekt erneut schriftlich beantworten und „sehr detailliert aufschreiben, was wir planen“, so Hackenfort. „Deshalb hat alles so lange gedauert“, sagt er weiter. Das Projekt soll jetzt über zweieinhalb Jahre laufen.

Erster Workshop war ein Erfolg

Aber, und das ist die gute Nachricht, Thomas Hackenfort und Stefan Hochstadt konnten jetzt endlich loslegen und das haben sie auch direkt mit einem Workshop am Mittwochabend, 8. September, getan. Einen Tag eher als der Bescheid schriftlich vorlag, sie waren also positiv gestimmt, dass dieser kommen würde.

Und so verlief dann auch der erste Workshop zum Projekt „Hey Lena“, denn „es war ein voller Erfolg“, sagt Thomas Hackenfort im Gespräch mit der Redaktion. Er habe deutlich gemerkt, dass die Leute das Projekt immer verfolgt haben.

Digitaler Marktplatz für Fähigkeiten und Räume

Etwa 20 Leute haben am Workshop teilgenommen und schnell sei eine Fragen- und Diskussionsrunde entstanden. „Es sind so viele Ideen entstanden während des Austausches, dass wir den zweiten Teil des Workshops einfach haben ausfallen lassen“, freut sich der Legdener.

Die meisten Ideen beziehen sich auf die Fragen: Was haben wir im Dorf und wer kann was? So sei auch eine Idee für eine Art digitalen Marktplatz entstanden, wo jeder seine Fähigkeiten oder seine Ladenlokalfläche anbieten kann.

Bibliothek der Dinge

Eine weitere Idee ist die „Bibliothek der Dinge“, wo jeder etwas, das er so gut wie nie braucht, verleihen kann. Außerdem soll ein etwa fünf-minütiges Erklär-Video zum Projekt „Hey Lena!“ entstehen, das über die Sozialen Medien und die Projekt-Website in die Welt verteilt wird.

Gefreut hat es Thomas Hackenfort, dass beispielsweise jemand die Idee für einen Windelwaschservice, den man digital vermittelt, hatte. „Und dann hat sich auch direkt eine Hebamme zu Wort gemeldet und konnte ihre Erfahrungen dazu beitragen“, sagt Thomas Hackenfort. Solche Situationen habe es viele am Mittwochabend gegeben.

Auf die Frage, wer Lust auf einen zweiten Workshop hat, schnellten nach Aussage von Thomas Hackenfort alle Hände nach oben. Dieser soll schon in wenigen Wochen stattfinden.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen