Eugene Suom-Dery will seiner Familie in Ghana helfen

Hilferuf des Priesters

Seit einem Jahr ist Eugene Suom-Dery Pfarrer in Legden. Seine offene Art hat ihm viele Sympathien eingebracht. Jetzt bittet er um Unterstützung.

Legden

, 01.02.2018, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eugene Suom-Dery will seiner Familie in Ghana helfen

Die Familie hat in Ghana ihr Zuhause verloren. Aus der Ferne versucht ihr Onkel, Eugene Suom-Dery, zu helfen.

Zwei Tragödien haben sich in der Familie von Dr. Eugene Suom-Dery in dessen Heimat in Ghana ereignet. „Der Bericht hat uns, das Seelsorgeteam, sehr berührt und veranlasst, einen Aufruf zu starten, in der Hoffnung, dass schnell geholfen werden kann“, heißt es in einer Pressemitteilung der Pfarrgemeinde St. Brigida-St. Margareta.

Ein offenes Ohr fand der Weltpriester, den in Legden die meisten nur Eugene nennen, schon bei den Theaterfrauen der KFD, die in drei Vorstellungen ihr neues Programm zeigten (Münsterland Zeitung berichtete). Traditionell wird am Ende der Vorstellungen an der Tür gesammelt. Spontan entschied sich der KFD-Vorstand, diesmal für die Familie von Eugene Suom-Dery zu sammeln. Stolze 1800 Euro kamen am Ende zusammen.

Kein Arzt in Krankenhaus

Bei einem schrecklichen Unfall am Vorabend zu Neujahr wurde ein Neffe des Pfarrers lebensgefährlich verletzt. Einen Arzt gab es nicht im Krankenhaus . „Zum Glück taten die Krankenschwestern ihr Bestes und bewahrten Lawrence so vor dem Tod, bis der Arzt nach drei Tagen zurückgekehrt war“, schreibt Eugene Suom -Dery in seinem Bericht. Nach einer Operation wird er mehrere Monate im Krankenhaus bleiben müssen. „Seine Frau, sein Bruder und meine Schwester haben sich auch einen ‚Wohnsitz‘ im Krankenhaus genommen, um den Patienten zu betreuen. In Ghana muss die Familie ihre Kranken im Krankenhaus selbst versorgen, da es keine gute Krankenversicherung bei uns gibt“, so der Pfarrer weiter. Auch Kosten für Medikamente oder Operationen, so schreibt er, müssen von der Familie übernommen werden.

Haus abgebrannt

Am 22. Januar traf es Eugene Duom-Serys Nichte Glady und ihren Mann Callistus. Als sie aus dem Krankenhaus kamen, in dem eines ihrer beiden Kinder lag, stand ihr Haus in Flammen und brannte völlig ab. „Sie hatten nichts mehr außer der Kleidung, die sie anhatten, und dem Motorrad, mit dem sie unterwegs waren. Glady und ihre Familie stehen immer noch unter einem gewaltigen Schock“, berichtet Eugene Suom-Dery.

Alle Hilfe, so sagt er, geht über seinen Bischof Dr. Richard Kuuia Baawobr, dem Bischof von Wa in Ghana. „Sie und wir können sicher sein, dass mit dem Geld auch zu 100 Prozent geholfen wird – diesen Betroffenen, aber auch weiteren Personen, die der Hilfe bedürfen“, heißt es in der Mitteilung der Pfarrgemeinde.

Link: Eugene Suom-Derys kompletter Bericht und Angaben zu möglichen Spenden finden sich im Publikandum.

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