Ferienbetreuung kostet jetzt 80 Euro pro Woche

Hauptausschuss Legden

80 Euro für eine Woche Ferienbetreuung der Offenen Ganztagsschule inklusive Verpflegung, 70 Euro für ein Geschwisterkind - für diese Regelung entschied sich am Mittwochabend der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung im Haus Weßling. 10000 Euro werden dafür zusätzlich in den Etat für 2017 eingestellt.

LEGDEN

, 02.03.2017, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gute Stimmung bei der OGS Ferienbetreuung im vergangenen Jahr.

Gute Stimmung bei der OGS Ferienbetreuung im vergangenen Jahr.

Drei Wochen sollen angeboten werden, zwei in den Sommer- und eine in den Herbstferien. Damit ist der Brief, den die Eltern der Grundschüler bereits erhalten haben, zumindest was die Kosten betrifft, hinfällig. Da waren noch 120 Euro pro Kind und Woche veranschlagt worden. "Das hat hohe Wellen geschlagen", sagte denn auch Bürgermeister Friedhem Kleweken.

"Wir wollen alle eine familienfreundliche Gemeinde sein, dazu gehört auch Betreuung in den Ferien", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Berthold Langehaneberg. Der Meinung schlossen sich SPD und UWG an. Bei der Höhe des Beitrags gingen dann die Meinungen auseinander. Die vier Ausschussmitglieder von UWG und SPD wollten den Betrag von 55 Euro, der bisher galt, beibehalten. Mit fünf Stimmen setzte sich aber der CDU-Vorschlag durch.

Erst nach Beschluss informiert

Der Förderverein der Brigidenschule, der offiziell Träger der OGS ist, hatte am Dienstagabend getagt und noch Summen von 65 und 55 Euro empfohlen. Diese Information gab Bürgermeister Kleweken dem Ausschuss allerdings erst nach dem Beschluss weiter. Mit der Entscheidung zeigte sich Dietmar Sicking, Vorsitzender des Fördervereins, gestern einigermaßen zufrieden.

Christiane Heinzel, die mit ihrem Antrag auf längere Ferienbetreuung 2016 den Stein ins Rollen gebracht hatte, verfolgte am Mittwoch die Sitzung. Zufrieden war sie nicht mit der Entscheidung. 80 Euro seien im kreisweiten Vergleich immer noch viel zu viel. Sie sagte nach der Sitzung: "So hat der Bürgermeister heute schon für seine Partei, aber gegen ein familienfreundliches, nämlich den finanziellen Möglichkeiten junger Familien orientiertes Zukunftsdorf gestimmt."

Vorgeschichte

Auslöser für die Diskussion war ein Beschluss des Schulausschusses im Herbst 2016. Oder waren es zwei Beschlüsse? Da gehen heute die Meinungen auseinander. Sigrid Goßling, Fraktionsvorsitzende der SPD, zumindest kritisierte, dass die beiden Aufträge an die Verwaltung, einerseits den Bedarf zu ermitteln und andererseits die Kosten, gekoppelt worden seien.

Sogar 142 Euro Kosten hatte die Verwaltung bei mindestens 30 Kindern ermittelt. Bislang haben die OGS-Mitarbeiter die Ferienbetreuung in der Dienstzeit gestemmt und dafür Stunden angesammelt oder Überstunden gemacht. Für drei Wochen geht das nicht mehr. Deshalb entstehen zusätzliche Personalkosten. Der Vorteil: Auch Kinder, die nicht die OGS besuchen, können die Ferienbetreuung besuchen.

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