Feuerwehrleute trainieren auf der Trainings-Base in Weeze

Feuerwehr Legden

Wie geht man taktisch mit Gas- oder Elektrobränden um? Das übten 16 Feuerwehrleute aus Legden und Asbeck auf der Trainings-Base in Weeze. Im Brandcontainer wurde es ganz schön heiß.

Legden

25.11.2019, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuerwehrleute trainieren auf der Trainings-Base in Weeze

Feuerwehrleute aus Legden und Asbeck trainierten in Weeze. © privat

Die Trainings-Base in Weeze war am Samstag Ziel von 16 Atemschutzgeräteträgern (AGT) der Feuerwehr aus den beiden Zügen Legden und Asbeck. Unter fachkundiger Anleitung von Trainern der Anlage wurde das richtige taktische Vorgehen bei Gas- und Elektrobränden geübt. Das multidisziplinäre Ausbildungs- und Übungszentrum nationaler und internationaler Rettungs- und Sicherheitskräfte ist eines der größten seiner Art in Europa.

Beim Gasbrand wurde das „Einfangen“ der Gasflamme mit dem Hohlstrahlrohr trainiert, beim Thema Elektrobrand ging es dann unter anderem darum, das sichere Vorgehen bei Objekten mit PV-Anlagen zu trainieren. Die vielfältigen Möglichkeiten auf der Anlage ermöglichen es den Feuerwehren, auch Szenarien zu üben, die man so realitätsnah wie dort nicht im normalen Dienstbetrieb vor Ort darstellen kann.

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Zum Abschluss wurde durch die Ausbilder noch die Möglichkeit geboten in den Brandcontainer zu gehen. Dort konnten die Teilnehmer dann die Entstehung, Ausbreitung und Entwicklung von einem „Flash-Over“, der sogenannten Rauchgasdurchzündung, im wahrsten Sinn „hautnah“ erleben. Bei einer Rauchgasdurchzündung können je nach Entwicklung des Brandes und abhängig von der Örtlichkeit Temperaturen weit über 1000 Grad entstehen.

Einfach vorbeikommen

  • Die beiden Löschzüge üben alle 14 Tage montags.
  • Der erste Dienstabend im neuen Jahr ist Montag, 6. Januar, 19.30 Uhr, an den jeweiligen Gerätehäusern in Legden und Asbeck.
  • Wer Interesse hat, kann einfach vorbeikommen oder einen der aktiven Feuerwehrleute ansprechen.

Da es glücklicherweise in den letzten Jahren immer seltener in solchen Dimensionen brennt, ist es für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr umso wichtiger, solche Szenarien zu üben, um dann auch im Ernstfall zu wissen, worauf man achten muss, um entsprechend sicher und mit der passenden Taktik vorzugehen.

Üben für den seltenen Ernstfall

Der Legdener Löschzugführer Stefan Hüntemann erklärt: „Wenn jemand Interesse hat, auch mal so ein Erlebnis in der entsprechenden Schutzkleidung und unter „Umluftunabhängigem Atemschutz“ wahrzunehmen, ist er eingeladen, Mitglied in einem der beiden Löschzüge zu werden.“ Die Feuerwehr Legden sei immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die sich ehrenamtlich in den beiden Ortsteilen einsetzen. Gerade Legdener, die ihren Arbeitsplatz in Legden haben, sind, so Hüntemann, sehr gerne gesehen.

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