Die Erde für die Bike-Park-Strecke ist inzwischen angeliefert. Auf dem Bild - aufgenommen von der Startrampe - lässt sich der spätere Verlauf der Trasse bereits erahnen. © Nils Dietrich
Jugendhaus Pool

Förderfrist lauft ab: Die Zeit drängt für den Bike Park in Legden

Die Saison ist bereits vorbei, doch die Fertigstellung des Bike Parks neben dem Jugendzentrum Pool lässt noch auf sich warten. Jetzt ist Eile angesagt, sonst verfallen die Fördergelder.

Wie das bei manchen Projekten so ist, zum Ende hin wird es etwas stressig. So ähnlich verhält es sich auch beim geplanten Bike Park, der ein Plätzchen neben dem Jugendhaus Pool am Nordring bekommen soll. Eigentlich sollten sich schon seit einigen Wochen Kinder und Jugendliche auf dem professionellen Parcours austoben können, doch es kam anders.

Die Verzögerung beim Bike Park sei einerseits auf das Material zurückzuführen, das verspätet geliefert worden ist, erklärt Johannes Kuiper vom Jugendhaus Pool. Eine bestimmte, besonders lehmhaltige Erde muss es sein, damit der geplante Parcours auch langfristig hält und die erforderliche Festigkeit aufweist.

Der soll auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmetern vor der Haustür des Jugendhauses entstehen. Auf der ehemaligen Liegewiese, Richtung Reithalle, soll der Bike Park errichtet werden. Pumptrack, Dirtlines und Starthügel inklusive.

Lieferschwierigkeiten sorgen für Verzögerung

Auf die Verzögerungen hatten die Verantwortlichen allerdings keinen Einfluss. Es gab Lieferschwierigkeiten, wie bei so vielen Dingen in diesen Zeiten. Baumaterialien im weitesten Sinne sind derzeit eben heißt begehrt und entsprechend schwierig zu bekommen, das merken nicht nur Häusle-, sondern auch Bike-Park-Bauer.

Heißt begehrt ist auch das Unternehmen, das den Bike Park modellieren wird. Die Erde ist inzwischen angeliefert und es lässt sich bereits erahnen, wo die Trasse verlaufen wird. Nur: Die Rohmasse muss noch in Form gebracht werden. Hierfür haben die Organisatoren einen Experten an der Hand, der schon für die Anlagen in Ahaus und Heek verantwortlich zeichnete – und für knapp 100 weitere Projekte.

Der Experte von der Firma Turbomatik steht ab Donnerstag bereit, auch er ist ein gefragter Mann. „Wir warten auf das Wetter“, sagt Johannes Kuiper. Die Arbeiten können schließlich nicht bei strömendem Regen durchgeführt werden. Er schaue derzeit täglich auf die Vorhersage und steht in regelmäßigem Kontakt mit dem Unternehmen.

Die Zeit drängt aus einem ganz konkreten Grund. „Wir haben derzeit Druck, denn das Projekt muss bald abgerechnet sein“, erklärt Johanes Kuiper. „Wir haben nicht ganz einen Monat Zeit.“

Wird die Frist nicht eingehalten, gibt es auch kein Geld. Für das Leader-Projekt wurden 20.000 Euro angesetzt, 80 Prozent gibt es als Fördersumme, den Rest muss der Verein tragen. „Für so einen kleinen Träger wie uns ist das schon eine Summe“, gibt Johannes Kuiper zu bedenken.

„Es wäre schade, wenn wir das nicht mehr hinbekommen“, so Johannes Kuiper weiter. „Es stellt sich nicht die Frage, ob wir das schaffen, sondern wie.“ Immerhin: Der Wetterbericht verheißt für die kommenden Tage Besserung.

Saison beginnt erst wieder im Frühjahr

Für die künftigen Bike-Park-Nutzer hingegen ändert sich dadurch nichts. Die Saison ist jetzt vorbei und beginnt erst wieder im Frühjahr. „Dann müssen wir sehen, wie das ganz angenommen wird“, erklärt Johannes Kuiper – und ist zugleich optimistisch: „Ich denke, dass das gut angenommen wird.“ Der Parcours werde während der Öffnungszeiten des Jugendhauses für alle Interessierten frei und kostenlos zugänglich sein.

Im Sommer organisierten die Verantwortlichen bereits eine gut besuchte Tour zu den Anlagen in Ahaus und Heek. Das Projekt in Legden ist laut Johannes Kuiper partizipativ angelegt: Kinder und Jugendliche sollen mitwirken und den Parcours instand halten. Das beinhalte etwa die Pflege der Anlage, es müsse beispielsweise nachmodelliert werden, wenn Spurrillen entstehen.