Für Dorfentwicklung in Legden Altbauten attraktiver und Umzug leichter machen

rnKonzept für Legden

Ein Dorf entwickelt sich von innen heraus. Den Ortskern stärken, familien- und altersgerechtes Wohnen ermöglichen und Leerstände vermeiden – darum geht es der Gemeinde Legden.

Legden

, 02.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Quartiers- und Flächenmanagementkonzept – hinter diesem Begriff steht die Idee, Legden zukunftssicher zu machen. Erste Ergebnisse hat jetzt Dr. Frank Bröckling vom Büro Planinvent aus Münster vorgestellt. Zentral ist die Innenentwicklung. Drei Schwerpunkte, die ineinander greifen, zählt das Konzept auf.

Innenentwicklungspotenziale: Es geht darum, Freiflächen baulich zu nutzen. Dafür hat Planinvent eine Bestandsaufnahme gemacht und mögliche Nachbebauung untersucht. 35 Baulücken auf insgesamt 2,3 Hektar wurden im Ortsteil Legden ausgemacht, 2014 waren es 26 auf 2 Hektar. Größere unbebaute Wohnbauflächen gibt es zurzeit fünf auf 1,6 Hektar. In Asbeck wurden 16 Baulücken auf 1,2 Hektar ausgemacht, 2014 waren es 39 auf 2,8 Hektar. Eine größere unbebaute Wohnbaufläche wurde nicht entdeckt.

Baulücken schließen, in größeren Grundstücken zusätzliche Häuser bauen, Nichtwohnungsnutzung umwandeln – das alles geht nur mit Eigentümern. Ein Konzept zur Innenentwicklung, so Bröckling, sollte durch eine gezielte Informationskampagne bekannt gemacht werden. Ein Argument, Eigentümer für zusätzliche Bebauung zu interessieren: Jedes neue Baugrundstück im Baugebiet am Ortsrand verringert den Wert der innerörtlichen Baugrundstücke.

Umzugsmanagement: So kann der Generationenwechsel aktiv gestaltet werden. Viele Senioren leben in Häusern, die nach dem Auszug der Familien viel zu groß sind. Hier könnten beispielsweise mit einer Umzugshilfe Anreize gestaltet werden. Beratung und finanzielle Unterstützung können dazu gehören. Planinvent schlägt vor, ein Projekt aufleben zu lassen, dass 2012/13 im Neubauprojekt Busshook erfolgreich war. Damals wurde eine barrierefreie Beispielwohnung sehr gut angenommen.

Qualizierungsstrategien: Der Einzug in Altbauten soll für Familien attraktiv werden. Hier wird das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ genannt, wie es beispielsweise bereits in Heek praktiziert wird. Junge Familien sollen unterstützt werden, alte Immobilien zu erwerben. Das soll dem Verfall der Immobilienwerte entgegenwirken, weil keine Neubauflächen geschaffen, sondern bestehende Wohnungen erhalten werden.

Mit diesen Ideen werden sich die drei Fraktionen beschäftigen und eventuell eigene Vorschläge einbringen. Für März, so Frank Bröckling, ist der Beschluss durch den Gemeinderat geplant.

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