Für elf Monate nach Tansania

Katharina Büttelbrock

Singida, eine 120000-Einwohner-Stadt mitten in Tansania, wird für elf Monate das Zuhause von Katharina Büttelbrock. Im September bricht sie auf zu ihrem Freiwilligendienst in dem ostafrikanischen Staat. Noch weiß sie nicht genau, was sie dort erwartet. Eine völlig fremde Kultur, eine große Stadt, viele neue Erfahrungen - die Vorfreude der 18-Jährigen ist groß.

Legden

, 07.07.2017, 19:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Katharina Büttelbrock geht für elf Monate nach Tansania.

Katharina Büttelbrock geht für elf Monate nach Tansania.

Sie hat viele Gründe, den Freiwilligendienst zu wählen. Nach den zwölf Schuljahren, die sie jetzt auf der Canisiusschule in Ahaus erfolgreich beendet hat, will Katharina Büttelbrock nicht sofort weiter lernen. Auch die Berufswahl steht noch nicht genau fest. Lehrerin, das wäre eine Möglichkeit.

Kolpingsfamilie in Singida

Ob es die richtige ist, kann sie jetzt in Afrika ausprobieren. Dort wird die Legdenerin für die Kolpingsfamilie in Singida die Lehrer in einer Grund- und einer Sekundarschule unterstützen. "Nach einer Weile kann ich sogar alleine vor einer Klasse stehen", sagt sie. Ob das allerdings mit deutschen Schulen zu vergleichen ist? In den Klassen dort sitzen immerhin 60 Kinder, so erzählt sie. Nicht alle sprechen Englisch. Swahili ist in Tansania die Amtssprache.

Afrika - als sie mit dieser Idee zuhause ankam, waren die Eltern nicht begeistert. "Sie haben versucht, es mir auszureden", erzählt sie und lacht. Jetzt aber habe sie die volle Unterstützung. Sei es beim Arztbesuch, wo Katharina Büttelbrock alle möglichen Impfungen, beispielsweise gegen Gelbfieber und Tollwut, erhält. Oder bei Unternehmen, bei denen die junge Frau um Spenden nachfragt. Denn für die Finanzierung des Freiwilligendienstes hat sie den Aufbau eines Spenderkreises zugesagt.

Zur Vorbereitung nach Bonn

In Bonn hat sie das Auswahlseminar beim Kolpingwerk absolviert, dorthin wird sie in der kommenden Woche zu einem zehntägigen Vorbereitungsseminar fahren. Dann lernt sie auch schon ihren Mentor kennen, der auch in Singida ihr Ansprechpartner sein wird. Das ist beruhigend. Denn da sind noch so viele Unbekannte. Wie wird es in der Gastfamilie sein, wie der Unterricht in den Klassen, was kann man noch alles tun - die 18-Jährige hat noch viele Fragen.

Die Kolpingsfamilie Singida wird ihr mehrere Einsatzmöglichkeiten bieten. Neben dem Unterricht kann sie eine Schulklasse für Kinder mit Behinderungen betreuen und nachmittags im "Children’s Center" mithelfen.

Aber sie hat auch Urlaub in den elf Monaten. Den will sie nutzen, um mit anderen Freiwilligen Tansania zu erkunden. Ganz oben auf der Reise-Wunschliste stehen Sansibar und der Serengeti-Nationalpark.

Der Freiwilligendienst „weltwärts“ wurde vom zuständigen Bundesministerium ins Leben gerufen. Freiwillige engagieren sich hier in Entwicklungsprojekten.
Die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste sind die Entsendeorganisation.
Sie trägt 75 Prozent der Kosten. Für den Rest sammelt Katharina Büttelbrock. Eine Spendenbox hat sie bei Floristik Specking, Ahauser Straße 30, aufgestellt.

 

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