Gemeinderat setzt Zeichen für Bebauungsplan „Unter den Linden“

Barrierefreies Wohnen

Der Rat hat ein klares Zeichen für die Entwicklung des Dorfkerns in Asbeck gesetzt: Einstimmig billigten am Montagabend alle drei Fraktionen den Entwurf für den Bebauungsplan "Unter den Linden" und beschlossen, die Pläne für den Bau von 24 Seniorenwohnungen im Rathaus und im Internet öffentlich auszulegen.

ASBECK

, 09.11.2016, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinderat setzt Zeichen für Bebauungsplan „Unter den Linden“

Berthold Schulze Eggenrodde will auf dem Gelände des Gasthauses Reckers Häuser für barrierefreies Wohnen bauen. Die Gastronomie will er erhalten.

Das ist vor allem auch ein Zeichen für den Investor Berthold Schulze Eggenrodde und den Grundstückseigentümer, die Verhandlungen weiter voranzutreiben. "Der Investor ist noch nicht Eigentümer des Grundstücks", erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken in der Ratssitzung auf Nachfrage von Gerd Heuser (UWG). Aber, so betonte Kleweken, der Investor treibe das Projekt nach wie vor voran. "Und was hält die Kirchengemeinde als Nachbar von den Plänen?", wollte Gerd Heuser wissen. Die Kirchengemeinde zeige Interesse an dem Konzept und stehe ihm offen gegenüber, so die Antwort des Bürgermeisters.

Die Gaststätte Unter den Linden steht seit Jahresanfang leer. Wie bereits berichtet will Berthold Schulze Eggenrodde als Investor dort barrierefreies Wohnen anbieten. In zwei Häuserkomplexen sollen 24 Wohneinheiten entstehen. Die denkmalgeschützten Gaststätten-Gebäude bleiben erhalten. Und auch Gastronomie soll im Schatten der Kirche neu belebt werden. Berthold Langehaneberg (CDU) sieht in den Plänen eine große Chance für den Ortsteil Asbeck. "Das Projekt belebt die Dorfmitte", erklärte Langehaneberg am Montagabend im Rat.

"Große Bereicherung"

Sigrid Goßling (SPD) sprach von einer "großen Bereicherung für Asbeck". Das Bauvorhaben füge sich an sensibler Stelle in der Dorfmitte gut ein.

Bruno König (UWG) erklärte, es sei äußerst positiv zu bewerten, "dass ein Investor Geld in die Hand nimmt, die historische Bausubstanz schützt und gleichzeitig Neues schafft". Die Pläne sollen in den nächsten Wochen zur Einsicht für die Öffentlichkeit ausgelegt werden. Ein genaues Datum steht noch nicht fest. Die Kosten für das Bebauungsplanverfahren trägt der Antragsteller.

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