Gemeinderat stimmt für Umbau der Hauptstraße

Ratssitzung

Jetzt ist es endgültig: Die Hauptstraße wird beidseitig befahrbar bleiben. Der Gemeinderat hat am Montagabend einstimmig die Umgestaltung beschlossen. Zweites wichtiges Thema: der Breitbandausbau in den Außenbereichen.

LEGDEN

, 20.09.2016, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem einstimmigen Beschluss zur Hauptstraße wird die Verwaltung jetzt den Siegerentwurf aus dem vergangenen Jahr noch einmal modifizieren. Eine andere Beleuchtung, ein taktiles Leitsystem, das sehbehinderten Menschen hilft, Beibehaltung der Ampelanlage an der Kreuzung – das alles wird sich in dem Plan wiederfinden, der am 7. November dem Gemeinderat vorgestellt wird. Geprüft werden ein Laubbaumspalier und zusätzliche Behindertenparkplätze. Auf jeden Fall wird der Bereich barrierefrei ausgebaut. Auch die notwendige Kanalsanierung, Ausgangspunkt aller Überlegungen zur Hauptstraße, soll schon vorbereitet werden.

„Im März wollen wir mit dem Umbau beginnen“, erklärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken gestern auf Anfrage. Denn es gibt ein festes Datum, wann alles fertig sein muss: der Blumenkorso im September. Dabei hofft er, dass im März der Umbau der Ortsdurchfahrt mit seiner Sperrung der B 474 schon beendet ist.

Lange diskutiert

„Es hat in der Vergangenheit wohl kaum eine Baumaßnahme in unserer Gemeinde gegeben, die so weitreichend mit den Betroffenen diskutiert wurde“, hatte Bertold Langehaneberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion, noch einmal Resümee gezogen. Anregungen kamen noch von der UWG- und der SPD-Fraktion. Beide wollen klären lassen, inwieweit vor der Apotheke noch ein Kurzzeitparkplatz entstehen kann. Auch Parkplätze vor dem Gesundheitszentrum sollen geprüft werden. Sigrid Goßling hat für die SPD noch einmal die Baumfrage gestellt. Ob Säulenbäume nicht doch besser sind als ein breites Spalier, soll die Verwaltung ebenfalls noch einmal prüfen.

350 Haushalte betroffen

Einstimmigkeit herrschte auch beim Thema Breitbandausbau in den Außenbereichen. Hier arbeitet die Gemeinde Legden mit den Kommunen Heek und Schöppingen zusammen. Zuschüsse wurden bereits für Beratungsleistungen bewilligt. Zudem wurde in diesem Sommer der Markt erkundet.

Kleweken zum Ergebnis: „Kein Unternehmen wollte Legdens Außenbereich mit rund 350 Haushalten mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s versorgen. „Marktversagen“ heißt das im Fachjargon. Das bedeutet, dass jetzt Förderprogramme von Land und Bund genutzt werden können. Auf diese Weise könnte dann schnelles Internet doch noch in die Bauerschaften vorstoßen. 

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