Gemeinsam für Erdkabel stimmen

Legden "Ab in die Erde!" Mit dieser Forderung, die Hochspannungsleitung nicht über ihren Köpfen, sondern unter ihren Füßen auszubauen, steht die Legdener Bürgerinitiative "Pro Erdkabel" nicht alleine da. Unterstützung erhält sie von Initiativen aus Raesfeld, Borken und Gescher, von Hunderten von Bürgern, die sich in Unterschriftenlisten eingetragen haben - und, wie die BI hofft, auch von den betroffenen Gemeinderäten.

31.10.2008, 19:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Unter die Erde verlegt werden soll nach Wunsch der Bürgerinitiativen die Höchstspannungsleitung.  Lüttich-Gür</p>

<p>Unter die Erde verlegt werden soll nach Wunsch der Bürgerinitiativen die Höchstspannungsleitung. Lüttich-Gür</p>

Am Montag, 3. November, steht die Abstimmung über die von den Bürgerinitiativen der Region einvernehmlich formulierten Resolutionstext in Legden auf der Tagesordnung der Ratssitzung.

Die Forderung nach einer Erdverkabelung der 380-KV-Stromtrasse Wesel-Diele ist nur die erste Forderung. Darüber hinaus gehe es auch darum, "den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Beschleunigung des Ausbaus der Höchstspannungsnetze zu verändern", erklärt der Legdener BI-Vorsitzende Andreas Völker. Analog zum Nachbarland Niedersachsen solle auch in NRW die Verpflichtung zur Erdverkabelung verbindlich werden, wenn die Trasse im Abstand von 400 Metern zu Wohnsiedlungen und 200 Metern zu Einzelhäusern verläuft. "Zur Wahrung der Bürgerrechte und der Rechte der Städte und Gemeinden" solle zudem von einer bislang noch vorgesehenen Verkürzung des Rechtsweges auf das Bundesverwaltungsgericht als erste und letzte Instanz abgesehen werden. Schließlich gelte es festzulegen, dass "zum Schutz von Menschen, Landschaft und Umwelt" Erdkabel vorrangig eingesetzt werden sollten.

"Nach der Abstimmung in den Räten wollen wir diese Resolution fraktionsübergreifend an die Kreis-, Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region weiterleiten", so Völker. Noch in diesem Jahr sei ein persönlicher Gesprächstermin mit Ministerpräsident Rüttgers geplant. "Hier geht es nicht um parteipolitische Interessen, sondern um ein möglichst einheitliches Meinungsbild der betroffenen Städte und Gemeinden", ergänzt Völker.

Bei der CDU-Fraktion ist die Forderung nach Erdverkabelung bereits auf offene Ohren gestoßen. Sie unterstützt die Forderung der Anwohner insbesondere der Waldkrone - eine Siedlung direkt unter der bestehenden Hochspannungsleitung - nach Erdkabel - allerdings in einem eigenen Resolutionsentwurf. sy-

Lesen Sie jetzt